Wohnungseinbrüche: Polizei will mehr Streifen fahren lassen

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen.

Springe. 

In den meisten Bereichen liegt die Zahl der Straftaten in Springe im Jahr 2015 in etwa auf dem Niveau der Vorjahre, insgesamt hat sich die Gesamtzahl sogar verringert (wir berichteten). Bei den Wohnungseinbrüchen ist jedoch ein deutlicher Anstieg zu beobachten. 79 Fälle registrierte das Polizeikommissariat Springe in der Stadt am Deister. Dies entspricht einer Steigerung im Vergleich zum Jahr 2014 von über 50 Prozent. Damals waren es 51 registrierte Wohnungseinbrüche. Der deutliche Anstieg kann auch nicht damit erklärt werden, dass im Jahr zuvor die Anzahl an Einbrüchen besonders niedrig war und sich wieder normalisiert hat (2011: 37; 2012: 58; 2013: 52; 2014: 51).

Aus diesem Grund will die Polizei in Zukunft einen ihrer Schwerpunkte in der Prävention von Einbrüchen setzen. "Wir führen Schwerpunktanalysen durch und beobachten bestimmte Gebiete besonders intensiv", erklärt Hartmut Retzlaff, Leiter des Kriminal- und Ermiittlungsdienstes. Darüber hinaus sollen dort auch vermehrt Streifen eingesetzt werden. Außerdem will das Kommissariat auch weiterhin durch durch Vorträge, Informationsveranstaltungen und Beratungen die Bürger für dieses Thema sensibilisieren und Präventionstipps geben, so Retzlaff.

Die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen lag in 2015 bei gerade einmal 25 Prozent. Die Zahl sei zwar tatsächlich sehr niedrig, jedoch im Polizeialltag im gesamten Bundesgebiet normal. "Meistens sind die Täter bereits über alle Berge", erklärt Retzlaff. Eine höhere Aufklärungsquote werde in der Regel nur dann erreicht, wenn Serientäter gefasst werden und somit auf einen Schlag mehrere Taten aufgeklärt werden.

msa, 24.02.2016, 10:53
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