Windräder sorgen für Ärger

Pattensen / Hemmingen / Lüdersen / Hüpede. 

200 Meter hoch sollen sie werden, die neuen Windräder. 409 Hektar groß soll das neuausgewiesene Industriegebiet der Region Hannover werden. Besonders betroffen sind davon die Ortschaften Lüdersen, Hiddestorf, Pattensen und Hüpede. Geplant sei es, rund 20 Windräder auf diesen Vorranggebieten aufzustellen. Das Landschaftsbild würde durch diese Planungn stark beeinträchtigt werden. 

"Der Zug ist noch nicht abgefahren", betonte Ursel Postrach aus Lüdersen. Die politischen Verfahren stehen noch aus. Auch Hemmingens Bürgermeister Claus-Dieter Schacht-Gaida schloss sich dem an: "Es gibt noch genug Mittel, um gegen die Änderungen des Regionalen Raumordnungsprogrammes vorzugehen. Der Rechtsweg ist allerdings hier nur die letzte Möglichkeit." Besonders die Vorgehensweise der Region wurde von Schacht, Pattensens Bürgermeisterin Ramona Schumann und Springes Bürgermeister Christian Springfeld sowie Carl-Hans Hauptmeyer von der Bürgerinitiative Lüdersen kritisiert. "Das ist ein Projekt, das sorgfältig geplant werden muss. Bei uns in Lüdersen wurde beispielsweise der Artenschutz nicht oder nur unzureichend geprüft", kritisierte Springfeld. Postrach betonte, dass nur knapp einen Kilometer von den geplanten Windrädern eine Einrichtung für geistig und körperlich Behinderte stehe. "Ein solcher Lärm würde den Bewohnern nur schaden."

Trotz aller Kritik machen die drei Bürgermeister klar, dass sie nicht gegen Windkraft sind. Doch der Zeitdruck der Region und die unzureichenden Prüfungen "bleiben auf Ortsebene hängen", kritisierte Schumann.

cms, 01.09.2016, 00:50
Redakteure LON

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