Was Sie zu elektronischen Registerkassen wissen müssen

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Die einfache Registerkasse ist schon bald Geschichte - durch eine neue Verordnung des Bundesfinanzministeriums zu den "Grund­sät­zen zur ord­nungs­mä­ßi­gen Füh­rung und Auf­be­wah­rung von Bü­chern, Auf­zeich­nun­gen und Un­ter­la­gen in elek­tro­ni­scher Form so­wie zum Da­ten­zu­griff" (GoBD). Demnach müssen elektronische Registrierkassen künftig über eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung verfügen. Das Bundeskabinett hat im Sommer mit dem Entwurf eines Gesetzes zum Schutz vor Manipulation an digitalen Grundaufzeichnungen ein Vorgehen beschlossen, das Steuerhinterziehung durch manipulierte Kassenaufzeichnungen wirksam bekämpfen soll.

Wer sein Kassensystem jetzt noch kurzfristig umrüsten will, findet zum Beispiel mit Systemen von Combase einen sehr guten Hersteller. Im Calenberger Land und der Umgebung bietet das Unternehmen Österreicher e. K. aus Bredenbeck sogar ein eigenes Leasing-Modell dafür an. "Ab 99 Euro im Monat können wir dadurch Hard- und Software sowie die Einrichtung der Systeme verwirklichen", betont Firmeninhaber Christian Österreicher. Weitere Informationen gibt es unter www.oesterreicher.pro

Ab 2017 wird die neue Verordnung fassen und gleichzeitig soll die Zahl der Betriebsprüfungen deutlich ansteigen. Der Paragraf 147 im Umsatz-Steuer-Gesetz wurde dazu in Absatz 6 geändert: „Sind die Unterlagen nach Absatz 1 mit Hilfe eines Datenverarbeitungssystems erstellt worden, hat die Finanzbehörde im Rahmen einer Außenprüfung das Recht, Einsicht in die gespeicherten Daten zu nehmen und das Datenverarbeitungssystem zur Prüfung dieser Unterlagen zu nutzen“. Im Falle des Verstoßes gegen diese Grundsätze, kann die Finanzverwaltung Bußgelder bis zu 25.000 Euro verhängen. Bei erheblichen Mängeln kann der Betriebsprüfer auch zur Schätzung der Betriebsergebnisse übergehen.

Daten eines Kassensystems müssen grundsätzlich jederzeit verfügbar, unverzüglich lesbar, unveränderbar, vollständig und maschinell auswertbar sein. Alle einzeln mit der Kasse gebongten Einnahmen (Journaldaten) müssen unverändert und maschinell auswertbar gespeichert werden. Die Inhaber der Betriebe unterliegen der Mitwirkungspflicht. Demnach müssen sie sicherstellen, dass ihre Kasse alle genannten Grundsätze ordnungsgemäßer Datenverarbeitung-gestützter Buchführungssysteme erfüllt. Ebenso muss der Zugriff auf diese Daten uneingeschränkt möglich sein. Alle steuerlich relevanten Daten müssen diesen Grundsätzen entsprechend aufgezeichnet und gespeichert werden. Betriebe, die ihre Kasse nach 1996 gekauft haben und technisch nicht auf das ab 2002 gefordert Niveau aufrüsten können, sollten sich das schriftlich von ihrem Kassenhersteller bestätigen lassen.

Eine verpflichtende Verwendung eines elektronischen Aufzeichnungssystems wie eine Registrierkassenpflicht ist vom Gesetzgeber aber nicht vorgesehen.

hug, 04.10.2016, 00:10
Redakteure LON

Kommentare

Die Kritische - , 04.10.16 11:36:
Ja, ja, da wird der "Kleine Krauter" an der Ecke zum "gläsernen Unternehmer", damit keine Steuern hinterzogen werden können. Na denn, Glück für die Großindustriellen, die keine Registrierkassen benutzen müssen und ihre Einnahmen/Gewinne weiterhin manipulieren und auch weiterhin an der Steuer vorbei ihre "Leistungszulagen" verdienen
können.

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