Umrüstung oder kompletter Austausch?

Gerd Gennat vom Baudezernat Springe erläutert die Umrüstung der Lampen auf LED Technik.Beispiel für technische LED Leuchten im Einstiegssegment.

Springe. 

In den Neubauwohngebieten aus den Jahren 1985 bis 2010 wurden Kugelleuchten von zwei verschiedenen Typen am Bogenausleger als Standard für die Straßenbeleuchtung eingesetzt. Diese wurden teilweise schon auf Energiesparlampen umgerüstet. Vom Fachdienst Tiefbau wurde angekündigt, auch diese Leuchten in eine Sanierung auf LED Technik einzubeziehen. Das Aluminiumgehäuse der Leuchte ist in einem guten Zustand, doch aufgrund der niedrigen Lichtpunkthöhe wurden in der Vergangenheit immer wieder Abdeckwannen durch Vandalismus beschädigt. Die Ersatzwannen kosten vom Typ Agora circa 160 Euro pro Stück, die Ersatzwannen des Typs AEG Ampel sind künftig nicht mehr erhältlich. Aufgrund dessen wurde über eine Umrüstung der Leuchten nachgedacht, bei der die Abdeckwannen entfernt werden und stattdessen von unten mit einem Blech verschlossen werden, auf dem direkt das LED-Panel montiert wird. Dieses lässt sich wesentlich schlechter zerstören als die bisherige Abdeckwanne. Die Lichtverteilung fokussiert sich auf die Verkehrsfläche, eine Blendung der Anlieger durch die mitleuchtende Abdeckwanne würde künftig weitestgehend entfallen. Die Materialkosten dieser Umrüstsets liegen hierbei in der Größenordnung der Kosten der Abdeckwannen. Neben der Energieeinsparung ergeben sich auch reduzierte Folgekosten bei regelmäßiger Wartung, sowie geringere Vandalismusschäden. Im Ausschuss wurde dieses Thema nun diskutiert, ob nicht ein kompletter Austausch der Leuchten auf technische Leuchten sinnvoller wäre. Hierbei würde aber der dekorative Aspekt, der eigentlich erhalten werden sollte, nicht umsetzbar sein. Benjamin Moß von der SPD-Fraktion gab zu bedenken, dass es einen ortsansässigen Anbieter gibt, der vielen Springern Arbeitsplätze bietet. „Daher halte ich es für unsere Pflicht zumindest ein Angebot einzuholen.“ Elke Thielmann-Dittert von Bündnis '90 / Die Grünen sah dieses anders. „Es kann nicht sein, das eigentlich intakte Leuchten komplett ausgetauscht werden, nur um einem ortsansässigen Anbieter einen Vorteil zu verschaffen.“ Nach langer Diskussion wurde auf Antrag von Elke Thielmann-Dittert beschlossen, die Entscheidung vorerst zu verschieben. Diese wird nun beim nächsten Technischen Ausschuss erneut debattiert. „Ich sperre mich nicht gegen neue Leuchten, dann müssen Sie den Beschluss fassen, auf den dekorativen Ansatz zu verzichten und eine Sonderabschreibung in Höhe von 76.000 Euro in Kauf nehmen“, erläuterte Gerd Gennat vom Baudezernat Springe. 

jög, 02.06.2016, 08:52
Redakteure LON

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