Überraschung: Jamie-Lee kommt zum Einweihungsfest

Freuten sich über Überraschungsgast Jamie Lee Kriewitz beim Einweihungsfest:   Wohnbereichsleiterin Katja Musahl, Bewohnerin Angela Kurstedt, Ortsbürgermeister  Volker Gniesmer und Bereichsleiter Ralf Simon. Foto: Aue#Mitarbeitende und BewohnerInnen der Diakonie Himmelsthür begrüßten die Gäste. Foto: Cornelia Sauer"Joyful Noise", inklusiver Chor aus Hannover, sang zum Einweihungsfest der neuen Begegnungsstätte. Foto: Aue

Bennigsen. 

Ein Überraschungsgast kommt gegen Ende des kleinen Einweihungsfestes vorbei: ESC-Sängerin Jamie Lee besucht den neuen Treff der Diakonie Himmelsthür an der Bennigser Hauptstraße. Zusammen mit 60 Besuchern und etlichen Nachbarn, die an der Straße stehen, hört sich Jamie Lee das Konzert von "Joyful Noise" an, einem inklusiven Gospelchor aus Hannover.

Mit einem Sommerfest ist derTreffpunkt für Menschen mit und ohne Assistenzbedarf am Wochenende eingeweiht worden. "Hier gibt es einen schönen Gruppenraum, wir haben einen Tischkicker, Beamer und Fernseher", erzählt Ralf Simon, Fachbereichsleiter der Diakonie Himmelsthür. Gerade jetzt zur Europameisterschaft werde der Treffpunkt bestimmt oft für die gemeinsamen Fußballabende genutzt werden, erklärt er, als er unvermittelt von einem Bewohner gefragt wird, wann die Fußballparty am Abend denn nun losgehe. Das werde die Aftershowparty nach der Party, meint er schmunzelnd.

Begrüßt wurden die Gäste von Vertretern der Diakonie Himmelsthür, Ortsbürgermeister Volker Gniesmer und Pastor Carsten Möllering, der zum Auftakt  eine kurze Andacht hielt. Die Bänke unter den Sonnenschirmen sind in der heißen Nachmittagssonne gut besetzt.

An einem Stehtisch erklärt der Ortsbürgermeister, dass es anfangs ein wenig Skepsis gab, als im Ortsrat über die verstreuten, selbstbestimmten Wohnprojekte der Diakonie Himmelsthür in Bennigsen gesprochen wurde. Das habe sich aber schnell gelegt, meint er. Nachbarschaftlich würden sehr gute Erfahrungen gemacht. "Wir begrüßen es, dass die Menschen voll integriert sind und es keine Schwierigkeiten gibt", so Gniesmer. Er hoffe auch, dass der neue Treffpunkt nicht nur von Kunden der Diakonie Himmelsthür, sondern von allen besucht werden, um mehr miteinander ins Gespräch zu kommen.

Dreizehn Menschen mit Assistenzbedarf wohnen derzeit in Wohnangeboten in Bennigsen – je zwei Zweier- und Dreier-Wohngemeinschaften und auch einige in Einzelappartements. Längerfristig wolle man auf zwanzig Plätze aufstocken, kündigt Wohnbereichsleiterin Katja Musahl an. Vorher waren die Mitarbeiterbüros in einer Wohneinheit untergebracht. Nun sei es praktischer, dass sich die Büros in der neuen Begegnungsstätte befänden.

„Wir sind sehr froh, dass wir dieses Haus mit der zentralen Lage gefunden haben", betont Katja Musahl und freut sich über die neuen Möglichkeiten, die sich eröffnen. Jetzt gibt es monatliche Versammlungen, einen eigenen Raum für Gespräche und gemeinsame Freizeit. „Für die Zukunft wollen wir mehr niederschwellige Tagesstrukturen für Menschen mit Doppeldiagnose anbieten", berichtet Ralf Simon über die Pläne, mit denen eine bessere Eingliederung in den Alltag gelingen soll.

„Es war schon sehr viel Arbeit", meint Musahl zu den Festvorbereitungen. Aber Dank des Einsatzes der Mitarbeitenden, vieler Freunde, Verwandter und Bekannter habe alles sehr gut geklappt. An die Musik sei man unter anderem über die Kontakte der Mutter von Jamie Lee, Nicole Ewald-Kriewitz, gekommen. Die Bennigserin ist Musahls Kollegin und arbeitet bei der Diakonie Himmelsthür in der Assistenz. Gegen Ende des kleinen Einweihungsfestes ertönen daher noch etliche Gospellieder von "Joyful Noise",  Jamie Lees altem Chor, geleitet von Greg Perrineau.

Florian Aue, 13.06.2016, 01:50
Redakteure LON

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