TTIP, Flüchtlinge, Böhmermann: OHG-Schüler haken nach

Angehende Abiturienten des OHG diskutieren kritisch und leidenschaftlich mit Dr. Maria Flachsbarth über europäische Politik und ihre Herausforderungen.Angehende Abiturienten des OHG diskutieren kritisch und leidenschaftlich mit Dr. Maria Flachsbarth über europäische Politik und ihre Herausforderungen.

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Europa und die Europäische Union stehen vor gewaltigen Herausforderungen: Flüchtlinge, Euro, islamistischer Terror und noch vieles mehr. Wie kann eine sichere Zukunft gewährleistet werden? Diesen Fragen gingen heute Vormittag Schüler der Oberstufe am Otto-Hahn-Gymnasium gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten und Parlamentarischen Staatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth nach. Sie besuchte das HAG im Rahmen des alljährlichen EU-Projekttages, an dem Abgeordnete des Europäischen, Parlaments, des Deutschen Bundestages und des Niedersächsischen Landtages in Schulen in ihrem Wahlkreis gehen, um dort mit den Schülern über Europa und europäische Politik zu diskutieren.

Neben allgemeinen Fragen zum Arbeitsalltag einer Abgeordneten brannten den Schülern verschiedene konkrete Themen unter den Nägeln. Dazu gehörten unter anderem die Rolle Europas in der Flüchtlingspolitik und das ausgehandelte Austauschprogramm mit der Türkei. Beim Stichwort Türkei fiel auch der Name von Entertainer und Satiriker Jan Böhmermann. Daraus resultierte eine leidenschaftliche Diskussion darüber, was Satire darf und ob es auch Grenzen gibt, die auh ein Satiriker nicht überschreiten darf. Darüber hinaus interessierte die angehenden Abiturienten das Freihandelsabkommen TTIP. Flachsbarth und die Schüler tauschten hierbei Pro- und Contra-Argumente aus.

Zudem stellten die OHG-Schüler der Bundestagsabgeordneten auch persönliche Fragen. Ob sie einen Fraktionszwang spüre und sich diesem auch dann beuge, wenn sie anderer Meinung ist, wollte eine Schülerin von der CDU-Politikerin wissen. "Ich gebe mein Gehirn nicht an die Fraktion ab", erklärte Flachsbarth. Wenn sie der Auffassung ist, dass im Wahlkreis vor Ort eine berechtigte Kritik an bestimmten Plänen geäußert wird, dann nehme sie diese auch auf und bringe sie in die Debatte in der Fraktion ein, so Flachsbarth. Dennoch sei ein Konsens innerhalb der Fraktion immer wichtig, betonte sie, denn in der Demokratie zähle nunmal die Stimme der Mehrheit.

msa, 02.05.2016, 12:06
Redakteure LON

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