Springfeld fehlen sechs Millionen Euro in der Kasse

Bürgermeister Christian Springfeld.

Springe. 

Bürgermeister Christian Springfeld hat heute Abend seinen ersten Haushaltsplanentwurf in den Gemeinderat eingebracht. In seinem Vorschlag für 2017 klafft ein Loch von rund sechs Millionen Euro. "Gerne würde ich Ihnen einen ausgeglichenen Haushalt präsentieren. Gerne würde ich mit Ihnen gemeinsam in den kommenden Monaten beratschlagen, wo und wie wir Haushaltsüberschüsse verwenden. Das ist leider nicht so", erklärte er den Ratsmitgliedern. Mit dem vermeintlichen Luther-Zitat „Hier stehe ich und kann nicht anders!“ begann der Bürgermeister seine Rede.

Den Erträgen von fast 46 Millionen Euro steht ein Aufwand von fast 52 Millionen Euro im Ergebnishaushalt gegenüber. Es fehlen gut sechs  Millionen Euro, um einen ausgeglichenen Haushaltsplan zu erzielen. Im Finanzhaushalt fehlen fast vier Millionen Euro. Bis zu 17,9 Millionen Euro will der Bürgermeister in 2017 in die Infrastruktur der Stadt investieren. "Wir kalkulieren mit 1,48 Millionen Euro an Zuschüssen", erklärte er.

"Die IGS, die Grundschule Bennigsen, drei Feuerwehrgerätehäuser – das sind die größten Brocken in 2017", benannte der Bürgermeister die Mammut-Projekte. "Wir brauchen aber diese Schulen und wir brauchen neue Feuerwehrhäuser, die den aktuellen Mindestanforderungen entsprechen", lautete sein Credo. "Diese Summe von 16,4 Millionen Euro wirft natürlich die Frage der Finanzierung auf. Wir haben das Geld nicht. Wir leihen es uns. Wir verschulden uns."

Im Moment seien die Kredite günstig, schwieriger werde es, wenn die Zinsen wieder anzögen. Dass das passiert, ist relativ wahrscheinlich. Nur wann es passiert, das steht noch in den Sternen. Ende 2017 wird die Stadt Springe rund 30 Millionen Euro Schulden haben.

hug, 09.12.2016, 00:24
Redakteure LON

Kommentare

Keine Kommentare

Benutzeranmeldung

Zum Kommentieren bitte anmelden
Anmelden

Kennwort vergessen?