Springer Rockband "Electric Mud" veröffentlicht drittes Album

Springe. 

Wo andere Genre-Bands ihre Ideenlosigkeit mit Virtuosität und ausladenden Soli kaschieren, bieten Electric Mud meisterhafte Stoner Riffs und Melodien, Melodien, Melodien. 56 Minuten Instrumental Post Prog aus Springe am Deister.

Electric Mud Mastermind Hagen Bretschneider (Bass / Sound&Song conception) und Gitarren-Riffmaster Lennie Hüper fixierten sich von Anfang an auf instrumentale Tracks. Sie arbeiteten intensiv an eigenem Material, welches 2013 zum ersten Album führte, dem Debüt „Dead Cat on a Railroad Track“. Nachdem das Debüt Electric Mud pur - nur zu zweit mit Drummachine - Erfolg zeigte, ging man 2015 auf dem Album „Lunatic Asylum“ einen Schritt weiter und ließ Co-Producer Nico Walser als Gastmusiker weitere Instrumente (Sologitarren, Synthesizer) einspielen. Mit dem vorliegenden dritten Album „Wrong Planet“ ist diese Zusammenarbeit nun zur vollen Blüte gereift. Nur wenig ist von den Bluesrock-Wurzeln des Debüts übrig geblieben, dafür klingen die Long-tracks vom „falschen Planet“ aufwändig durchkomponiert und wie mit großem Pinsel auf epische Leinwand gemalt. Mit einem Bein ist der „Elektrische Morast“ fest in der Mitte der 70er Jahre verwurzelt. Aber gerade, wenn man ein Led Zeppelin oder Black Sabbath ähnliches Riff zu hören glaubt, klingt die 80er Jahre Drummachine um die Ecke. Denn mit dem zweiten Bein steht das Duo aus der Nähe von Hannover knietief in mäandernden Synthesizer-Ambient-Sounds und Sologitarren- Arrangements, die mal von den sphärischen Geigenbogengitarren der Isländer Sigur Ros inspiriert scheinen und ein andermal einem Camel oder Pink Floyd Album gut zu Gesicht gestanden hätten.

red, 07.05.2016, 00:19
Redakteure LON

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