Springer Rat entscheidet über seine Zukunft

Springe. 

Wenn der Springer Rat am Donnerstag, 3. November, zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen tritt, muss er auch gleich über seine künftige personelle Besetzung entscheiden. Denn die Mitglieder des neuen Rates werden darüber entscheiden müssen, ob die abgegebenen Stimmen für die Kommunalwahl am 11. September erneut ausgezählt werden müssen.

Dabei hatte alles völlig unproblematisch ausgesehen: Bei der Sitzung des Gemeindewahlausschusses am 15. September hatten dessen Mitglieder das endgültige Wahlergebnis festgestellt. Allerdings hatte die FDP an diesem Tag kritisch angemerkt, dass sie lediglich in einem Springer Ortsteil entgegen den Ergebnissen in allen anderen Ortsteilen keinen Stimmenzuwachs bekommen hätte. „Dies ist kein Grund für eine Neuauszählung aller Wählerstimmen, aber wir haben diese Anmerkung zum Anlass genommen, die FDP-Stimmen in dem Ortsteil neu auszuzählen“, berichtete Wahlleiter Gerd-Dieter Walter. Dabei wurde festgestellt, dass zwei Stimmen für die FDP nicht gezählt worden waren. Dadurch hatte die FDP einen Sitz weniger erhalten, als ihr zugestanden hätte. „Das ist ein maßgeblicher Unterschied im Wahlergebnis, deshalb habe ich innerhalb der zulässigen Frist Einspruch eingelegt“, erklärte Walter.

Allerdings sei die Situation schon kurios: Die FDP hatte in den übrigen Springer Ortsteilen so deutlich an Stimmen dazu gewonnen, dass man von rund 30 Stimmen mehr für die FDP in dem betroffenen Ortsteil ausgegangen sei. „Dass es letztlich um zwei Stimmen ging, von denen eine den Ausschlag für einen weiteren Sitz geben könnte, damit hat niemand gerechnet“, so Walter.

In der Ratssitzung am 7. November empfiehlt die Verwaltung empfiehlt, die Stimmen der Kommunalwahl erneut auszuzählen. „Die Ratsmitglieder müssen letztlich entscheiden, ob sie der Neuauszählung zur Befriedung der Situation zustimmen“, so Walter.

Stimmen die Politiker dem Antrag zu, werden die abgegebenen Stimmen ab dem 7. November von Mitgliedern der Verwaltung erneut ausgezählt. Walter schätzt, dass die Neuauszählung innerhalb einer Woche erledigt ist.

bri, 16.10.2016, 11:01
Redakteure LON

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