Sportstättengebühren: Vereine fühlen sich von Stadt missachtet

Springe. 

Die Interessengemeinschaft der Sportvereine sieht sich beim Thema der Neugestaltung der Sportstättengebühren von der Stadtverwaltung übergangen. Seitens der Vereine angebotene Gespräche habe die Stadt leider nicht angenommen, heißt es in einer Resolution der IG. Die Verwaltung habe "auch die schriftlich von der IG erarbeiteten und bei der Stadt eingereichten Vorschläge einschließlich einer neu erarbeiten praxisgerechten Benutzungsordnung dem Rat und der Öffentlichkeit verschwiegen", kritisieren die Vereinsvertreter.

Durch dieses als Missachtung empfundene Verhalten der Verwaltung hält es die IG für nicht einfach, neues Vertrauen für eine gute Zusammenarbeit wiederherzustellen. Das Tuch ist jedoch noch nicht endgültig zerrissen. Um zurück zu sinnvollen und sachlichen Gesprächen zu kommen, hat die IG mehrere Forderungen an die Stadt gestellt:

Da die neue Benutzungsordnung dem Privatrecht und nicht mehr dem öffentlichen Recht unterliegt, fordern die Vereine mit der Stadt eine Zusammenarbeit unter "gleichberechtigten Partnern". "Vereine sind keine Befehlsempfänger", heißt es in der Resolution. Weiter fordern die Vereine "endlich mal Antworten von der Stadt auf die schriftlich seit 13 Jahren gestellten Fragen, die ja auch zu dem Urteil (das Gerichtsurteil, das die rechtlichen Fehler der alten Nutzungsverordnung bestätigte, Anm. d. Redaktion) geführt haben." Geht es nach der IG, soll außerdem aus dem Rathaus "ein förmliches Bekenntnis zu der gegebenen Mitverantwortung der Stadt für die soziale Funktion des Sports in unserer heutigen Gesellschaft" geben. Die in der IG organisierten Vereine machen der Verwaltung und der Politik darüber hinaus auch Vorschläge hinsichtlich der von der CDU kürzlich eingebrachten Idee eines Personalentwicklungskonzeptes. Das Sachgebiet "Sport" biete sich bestens dafür an, beispielhaft einmal zu überprüfen, wie hoch die Personalkosten in der Springer Sportverwaltung sind.

Die Interessengemeinschaft betont, dass es ihr in erster Linie um ein praxisgerechtes Modell unter Mitsprache der Vereine gehe, nicht um die Höhe der Gebühren.

msa, 20.04.2016, 11:18
Redakteure LON

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