Rot-Grün ignoriert Probleme bei Niedersachsens Feuerwehren

Landtagsabgeordnete Gabriela Kohlenberg

Wennigsen / Springe / Ronnenberg / Hemmingen. 

Als eine „verpasste Gelegenheit, die Arbeit der Feuerwehr anzuerkennen“ wertet die örtliche Landtagsabgeordnete Gabriela Kohlenberg die Antwort der Landesregierung auf die CDU-Anfrage „Wie steht es um die Feuerwehr in Niedersachsen?“

Obwohl die Stimmung bei vielen Feuerwehrleuten angespannt sei, fehle es nach wie vor an einem angemessenen Konzept zum Ausbau der Lehrgangskapazitäten an der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz (NABK), so Kohlenberg. Nach Auskunft der Landesregierung fehlen vor allem wichtige Fortbildungen für Führungskräfte: Derzeit sind rund 2.400 Feuerwehrleute eine als Gruppen- oder Zugführer eingesetzt, ohne die dafür nötigen Lehrgänge absolviert zu haben. „Im Klartext bedeutet das, dass nicht vollständig qualifiziertes Personal wichtige Entscheidungen im Einsatz treffen muss“, betont Kohlenberg. „Das kann im Zweifelsfall zur Gefahr für alle eingesetzten Kräfte werden.“

In Wennigsen, Springe, Ronnenberg und Hemmingen fehlen auch Lehrgangskapazitäten für die Ehrenamtlichen. Gleichzeitig seien rund 9.000 der qualifizierten Führungskräfte bereits über 50 Jahre alt, was die Ausbildung jüngerer Kameraden noch drängender mache, so Matthiesen weiter.

Die beiden Anträge zur Verbesserung der Ausbildungssituation bei den Feuerwehren, die in der gestrigen Landtagssitzung gemeinsam von allen Fraktionen beschlossen wurden, wertete die Landtagsabgeordnete als wichtiges Signal an die Feuerwehrleute. „Auf unseren Druck hin sind die Fraktionen von SPD und Grünen jetzt bereit, 2020 als konkreten Termin für die Realisierung des ersten Bauabschnitts des Ausbildungs- und Trainingszentrums in Celle-Scheuen festzulegen.“

Ebenso sei nun eine Attraktivitätssteigerung für den Dienst der Ausbilder an der NABK vereinbart worden. Vor allem die schlechtere Bezahlung an der NABK, beispielsweise gegenüber Berufsfeuerwehren, sei Grund für den Mangel an Lehrpersonal und damit für die fehlenden Lehrgangsplätze. 

red, 11.06.2016, 08:07
Redakteure LON

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