Politiker äußern sich zur Integration von Flüchtlingen

Springe. 

In der Reihe zur Kommunalwahl veröffentlicht L.ON die Antworten der Politiker zu Fragen, die Springe bewegen. Heute fragte L.ON:

"Wie kann die Politik die Integration geflüchteter Menschen verbessern?"

SPD: "Auf der kommunalen Ebene haben wir in Springe schon viel angeschoben. Vieles was uns helfen würde, sind Vorarbeiten vor allem auf Bundesebene. Hilfreich wäre zunächst, wenn die ganzen Asylverfahren viel schneller bearbeitet würden. Dann können wir aus meiner Sicht auch vor Ort noch gezielter unterstützen, indem wir weiterhin eine dezentrale Unterbringung mit guter Durchmischung fördern und mit den Unternehmen besprechen, inwieweit sie Praktikumsplätze , Ausbildungsplätze oder Arbeitsplätze für Flüchtlinge bereitstellen würden, noch stärker als bisher Sprachkurse anbieten, die aber auch praktische Aspekte (Kultur, Arbeitssuche etc.) beinhalten und mit den Vereinen und Verbänden Aktionsprogramme vereinbaren. Vieles von dem hier angeführten funktioniert schon ganz gut, kann aber noch besser werden. Ich plädiere diesbezüglich auch auf einen Blick in die Schweiz, die hier etwas andere Wege geht als Deutschland, aber gut Erfahrungen gemacht hat. Basis von allem ist aber für uns, dass man den vielfach traumatisierten Menschen durch eine Beschäftigung wieder ein Selbstwertgefühl vermittelt."

CDU: "Integration ist keine Einbahnstraße. Menschen die zu uns kommen müssen auch deutlich zeigen, dass sie nach unseren Regeln leben wollen. Dann kann man auch vermitteln wie unser demokratisches System aufgebaut ist und aufzeigen wie Integration gelingen kann."

Bündnis 90 / Die Grünen: "Institutionen und Einrichtungen, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren, müssen unterstützt werden, ebenso wie diejenigen, die Deutschkurse anbieten. Ehrenamtliche müssen unterstützt und begleitet werden, dafür muss die Verwaltung mit entsprechendem Fachpersonal ausgestattet werden."

Freie Wähler Springe: "Die etablierten Parteien in den Regierungen müssen hier Lösungen bringen!"

FDP: "Die Flüchtlings - und Asylpolitik wird in Berlin,den Ländern und nur mit Einschränkung in den Kommunen beschlossen. Durch die dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge/Asylbewerber und die Einstellung von zusätzlichen Sozialarbeitern hat die Stadt Springe bereits einen großen Beitrag geleistet. Ohne das ungebrochene ehrenamtliche Engagement von zum Beispiel Flüchtlingshilfe, Kinderschutzbund, Tafel, Doppelpunkt, Sportvereinen wäre eine angestrebte Eingliederung nicht möglich. All diesen Institutionen gehört unser Dank und Anerkennung."

Die Linke: "Ihnen einen sicheren und planbaren Status geben, damit Sie schnell anfangen können ihr neues Leben zu organisieren"

AfD: "Für Menschen mit längerer Bleibeperspektive ist schnelle Integration in Schule und Beruf notwendig. Für die wesentlich größere Zahl der Wirtschaftsmigranten ist eine umgehende Rückführung in ihre Heimat erforderlich. Bürgerkriegsflüchtlinge, die aufgrund einer Notsituation vorübergehend hier sind, sind durch zielbewußte Ausbildung für den Wiederaufbau nach Kriegsende vorzubereiten. - Wer sollte es sonst machen."

 


 

 

 

 

jög, 11.09.2016, 11:46
Redakteure LON

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