Politiker äußern sich zum Krankenhaus

Springe. 

Zur Kommunalwahl stellte L.ON den Politikern Fragen zu Themen, die die Stadt Springe bewegen. Ab heute wird jeden Tag eine Frage mit den Antworten der Kandidaten veröffentlicht:

"Wie soll das Gebäude des Krankenhauses künftig genutzt werden? Wie soll es mit der Notfallambulanz weitergehen?"

SPD: "Eine Nachnutzung der Gebäude sollte medizinischen Zwecken dienen. Dies haben wir beim runden Tisch beschlossen und auf die Umsetzung dieses Beschlusses dränge ich. Konkret bedeutet dies, dass wir uns ein Medizinisches Versorgungszentrum vorstellen können, welches Ärzte diverser Fachrichtungen, Physiotherapie etc. beinhaltet. Dies ist für uns umso wichtiger, da in den nächsten Jahren einige Arztpraxen wohl geschlossen werden, da keine Nachfolger gefunden werden. Aus anderen Regionen und anderen Bundesländern wissen wir aber, dass dies in einem medizinischen Versorgungszentrum in der Regel besser gelingt. In diesem verweisen wir unter anderem auf eine NDR-Reportage mit dem Titel „Rettungshubschrauber statt Hausarzt“.

Nukleus dieses medizinischen Versorgungszentrums ist für uns eindeutig die Notfallambulanz, die durch das Versorgungszentrum arrondiert wird. Von dieser gegenseitigen Befruchtung können Ärzte, Dienstleister und Notfallambulanz profitieren, da dadurch der Bevölkerung ein umfassendes medizinisches Angebot dargeboten wird. In diesem Zusammenhang werden wir uns auch dafür einsetzen, dass das KRH Fördermittel für die Notfallambulanz erhält. Wenn jetzt bereits die MHH verstärkt Allgemeinmediziner in der Notaufnahme einsetzt, weil sich die Nachfrage der Patienten geändert hat und dies vom Sozialministerium im Rahmen eines Förderprogrammes unterstützt wird, dann kann dies auch das KRH für Springe beantragen. Denn hier haben wir die gleiche Situation. Ganz klar ist aber, dass wir die Notfallambulanz noch stärker bewerben und stützen müssen."

CDU: "Springe braucht wieder ein Krankenhaus vor Ort. Dazu könnte geprüft werden, ob nicht benachbarte Kliniken, beispielsweise Hameln oder Hildesheim, ein Interesse an der Übernahme der Immobilie haben."

Bündnis90/Die Grünen: "Wir würden gerne wieder ein Krankenhaus in dem Gebäude eröffnen und den bestehenden Mietvertrag mit dem Land auflösen. Als Minimallösung soll die Notfallambulanz auf jeden Fall weitergeführt werden."

FDP: "Die Mehrheit der Regionsversammlung aus SPD und Grüne hat die Schließung des Krankenhauses in Springe beschlossen. Dies geschah gegen Willen des Bürgermeisters Roger Hische,der Ratsmehrheit im Springer Stadtrat und tausenden von Springer Bürgern bei verschiedenen Demonstrationen. Das Gebäude sollte zwischenzeitlich als Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge genutzt werden - steht jetzt aber leer.Die Notwendigkeit eines Krankenhauses in Springe ist für uns nach wie vor gegeben. Eine neue Mehrheit in der Regionsversammlung könnte nach Gesprächen mit der Landesregierung das Krankenhaus wieder reaktivieren - ggf. auch mit einem privaten Trager. Jede Entscheidung ist zurücknehmbar auch wenn es Zeit kostet. Im jedem Fall ist die Notaufnahme medizintechnisch und personel dauerhaft exellent auszustatten."

Freie Wähler Springe: "Als Krankenhaus."

 

Die Linke: "Das Haus sollte vorläufig so erhalten bleiben und die Stadt ein Nutzungsrecht bekommen, damit es möglichen, zukünftigen Flüchtlingen offen steht. Mittelfristig wäre auch eine Kurklinik, Hospiz oder ein Seniorenheim denkbar. Die Notfallambulanz muss erhalten bleiben und gestärkt werden."

AfD: "Restrukturierung zum Krankenhaus Springe, da die Politik selbst die Forderung nach einer wohnortnahen und flächendeckenden Med. Versorgung der Bevölkerung, auch in kleinstädtischen und ländlichen Regionen fordert."

 

 

jög, 06.09.2016, 12:12
Redakteure LON

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