Piet Klocke besucht den Deister

Springe. 

Piet Klocke, begnadeter Komiker und großer Weltmissversteher kommt an den Deister. Und zwar mit seinem vielleicht persönlichsten Werk: sehr komisch, durchaus philosophisch, sehr poetisch und an zwei Positionen genial. „Wie sollte ich Ihnen auch sagen, wie alles ist? Ich kann Ihnen ja nicht mal sagen, ob alles ist!“. Wer Klocke persönlich erleben möchte, kann am Mittwoch, 2. November, die Kleinkunstbühne Springe im Ratskeller, Zum Oberntor 1, in Springe besuchen. Einlass ist ab 19 Uhr, Beginn um 20 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf für 30 Euro plus drei Euro Gebühren oder für 35 Euro an der Abendkasse. Im Preis sind Getränke wie Bier, Wein und alkoholfreie Getränke bis zum Ende der Vorstellung enthalten. Es gilt freie Platzwahl.

Piet Klocke und wie er die Welt sieht: Reflexionen an der Grenze zwischen Komik und Philosophie zu Themen wie Zeit und Musik. Kurzweilig einerseits, tiefsinnig andererseits, mal verschlossen, mal eine Offenbarung – eine einzigartige Mischung aus kurzen bis langen Texten, aus absurden, poetischen und komischen Geschichten und Gedankenfolgen, ergänzt um skurrile bis surreale Fotos und Fotogeschichten, stets begleitet von Mutterwitz, trockenem Humor, aber auch tiefer Melancholie: „Ohne zu wissen, wer wir aktuell sind, wollen wir ständig jemand anderes sein.“

Sehr wahrscheinlich ist nicht einmal Piet Klocke in der Lage, den Inhalt seines neuen Buches mit einigen Sätzen zu beschreiben. Man sollte es daher auch gar nicht erst versuchen. Es folgte die Gründung des avantgardistischen Musiktheaters "Kamikaze Orkester". Gleichzeitig begann Piet Klocke mit einer Film- und Fernsehmusiktätigkeit (Komposition und Produktion). Von ihm stammt unter anderem die Musik zu dem zweiteiligen TV-Thriller "Der Leibwächter" (WDR, 1989), dessen Regisseur Adolf Winkelmann mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet wurde.

Neben 35 Film- und Fernsehmusik-Produktionen nahm Klocke auch mehrere Tonträger auf. Als zerstreuter Professor Schmitt-Hindemith, der keinen seiner Sätze zu Ende bringt und sich durch abstruse Geschichten assoziiert und bei Applaus sein Publikum ermahnt: "Das geht alles von ihrer Zeit ab", begeisterte der rothaarige, hagere Klocke sein Publikum.

red, 19.10.2016, 00:38
Redakteure LON

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