Notfallambulanz: Region bleibt Zahlen und Fakten schuldig

Springe. 

Regionspräsident Hauke Jagau gerät zunehmend in die Kritik: Ein Jahr nach Schließung des Springer Krankenhauses fehlen noch immer Informationen über die Nutzerzahlen der Notfallambulanz und über den Zustand des Gebäudes. Jetzt haben Politiker von SPD und CDU den Regionspräsidenten aufgefordert, endlich Fakten auf den Tisch zu legen. „Die Bürger in Springe fühlen sich "am langen Arm verhungert". Seit Beginn der Pläne bis jetzt nach der Umsetzung sind keine Zahlen veröffentlicht worden, obwohl mehrfach genau das angekündigt wurde“, kritisiert Bastian Reinhardt, stellvertretender Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Springe. Alle Beteiligten in Springe sollten endlich Klarheit bekommen, welche Hintergründe  zu der Schließung führten und wie es weitergeht. Auch über den Zustand des Gebäudes fordert Reinhardt Klarheit. „Aktuell ist der Zustand des Gebäudes fraglich, da nach Aussagen von Klinkvertretern der Zustand "altersbedingt akzeptabel" sei. Aus anderen Quellen hört man jedoch, dass das Gebäude teilweise entkernt sei und Leitungen aus den Wänden hängen, der Zustand sei wohl eher "skelettartig", sagt Reinhardt.

Auch die Regions-CDU fordert mehr Transparenz und genaue Informationen. „Gut ein Jahr nach der Schließung des Klinikums in Springe und der Installation einer Notfallambulanz sind einfach noch zu viele Fragen offen. Wir wissen nichts über die Nutzungszahl der Notfallambulanz. Wir ahnen Schreckliches, was die Bausubstanz des Gebäudes angeht, und überhaupt steht hinter der Nachnutzung des Hauses wieder ein großes Fragezeichen“, sagt der Vorsitzende der CDU-Fraktion Region Hannover Bernward Schlossarek. Aus diesem Grund frage die CDU-Fraktion nach und hoffe, dass die Geschäftsführung des Klinikums Region Hannover mit Zahlen und Fakten auf den vermutlichen schlechten Zustand und die fehlende Infrastruktur antwortet. „Ich verstehe, dass man in Springe mit Sorge auf das leere Gebäude schaut und großes Interesse an einer sinnvollen Nachnutzung hat. Die wird natürlich schwieriger, je schlechter der Zustand des Gebäudes ist“, erklärt Schlossarek.

bri, 13.10.2016, 08:51
Redakteure LON

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