Notfallambulanz: Bürgermeister und Ortsrat fordern bessere Ausstattung

Bürgermeister Christian Springfeld fordert gemeinsam mit dem Springer Ortsrat eine bessere Ausstattung in der Notfallambulanz."Ich glaube diesem Mann kein Wort mehr", sagte Bastian Reinhardt (SPD) über Regionspräsident Hauke Jagau (ebenfalls SPD).

Springe. 

"Unser gemeinsames Ziel ist es, dass die Notfallambulanz ein Erfolg wird", sagte Ortsbürgermeister Carsten Marock in der gestrigen Sitzung des Ortsrates Springe. Parteiübergreifend wurde dort einstimmig beschlossen, den Bürgermeister Christian Springfeld damit zu beauftragen, sich für den weiteren Aufbau der Notfallambulanz und eine internistische und chirurgische Kompetenz vor Ort einzusetzen.

In ähnlicher Weise hatte Springfeld sich bereits wenige Stunden zuvor gegenüber Vertretern des Klinikums Region Hannover (KRH) geäußert. Bei einem gemeinsamen Besuch der Ambulanz mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Matthias Miersch hatte er die Forderungen einer besseren Ausstattung und einer nachhaltigen Marketing-Strategie formuliert. "Dafür muss das KRH aber auch Geld in die Hand nehmen", so Springfeld. Ein erster Schritt soll die Wiedereinführung eines runden Tisches sein. Dieser hatte sich in der Vergangenheit mit der Nachnutzung des Krankenhauses auseinandergesetzt. Nun soll er die weiteren Schritte begleiten, unter anderem die Schaffung der Stelle eines Generalisten, der sich um nahezu alle Notfälle direkt in Springe kümmern kann. Viele Bürger bemängeln derzeit, dass sie von der Notfallambulanz häufig auf die naheliegenden Krankenhäuser verwiesen werden und ihnen vor Ort nicht geholfen werde.

Im Ortsrat wiederum wurde deutlich, dass alle Parteien bei diesem Thema an einem Strang ziehen wollen. "Wir sitzen alle im selben Boot", sagte Ulrich Kalinowski (CDU). Dem schloss sich Bastian Reinhardt (SPD) an. Immer wieder werden die Sozialdemokraten dafür kritisiert, nichts gegen die Schließung des Krankenhauses getan zu haben. "Diese Entscheidung wurde auf Regionsebene unter der Federführung der Regions-SPD und den Regions-Grünen getroffen", so Reinhardt. Niemand habe damals die politischen Gremien der Stadt Springe überhaupt gefragt, kritisierte Reinhardt. Deutlich wurde der Springer SPD-Mann auch gegenüber seinem Parteifreund und Regionspräsidenten Hauke Jagau. "Auch, wenn er in der selben Partei ist: Ich glaube diesem Mann kein Wort mehr, solange nicht etwas Konkretes vor Ort passiert ist", so Reinhardt.

msa, 21.04.2016, 00:05
Redakteure LON

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