Neues Sparkassenkonzept erfordert Veränderungen

von links: Sparkassen-Chef Dr. Heinrich Jagau und Vorstandsmitglied Jens Bratherig.

Bennigsen / Egestorf / Ronnenberg / Eldagsen / Bredenbeck / Schulenburg / Ingeln-Oesselse / Springe / Völksen. 

Veränderungen bei der Sparkasse: Anhaltende Niedrigzinsphase, verändertes Kundenverhalten und demografische Entwicklung setzen die Finanzdienstleister unter Veränderungszwang. Nachhaltig soll das neue Zukunftsmodell der Sparkasse sein, dabei am Grundsatz „Sparkasse bleiben“ orientieren. Änderungen sind jedoch auch mit Standortveränderungen verbunden.

Die derzeitigen Filialen in Bennigsen und Egestorf werden bis 2019 zu Tandem-Standorten umgewandelt. Hier wird an zwei Tagen die Woche geöffnet sein. In Ronnenberg, Eldagsen, Bredenbeck und Schulenburg werden die Filialen zu SB-Standorten umfunktioniert. In Ingeln-Oesselse, Springe-Zum Oberntor und in Völksen müssen sich die Bürger auf eine Schließung ihrer Filialen vorbereiten. Bis Ende 2019 werden 19 Standorte in der Region schließen beziehungsweise zu größeren Standorten zusammengefasst und 14 Standorte in SB-Standorte umgewandelt – fünf davon mit Beratungsmöglichkeit. Mit 59 BeratungsCentern, zehn BeratungsCentern als Tandem (Öffnung an zwei Tagen pro Woche), 25 SB-Standorten und fünf Sonderstandorten behält die Sparkasse auch künftig das größte Standortnetz aller Kreditinstitute in der Region Hannover Ziel dieser Neuausrichtung ist ein verringerter, ordentlicher Aufwand, Erhöhung des Ertrages und eine auskömmliche Kapitalquote.„Uns muss ein sehr anspruchsvoller Dreisprung gelingen“, so Heinrich Jagau, Vorsitzender des Vorstandes, „Kosten senken, Erträge steigern und Sparkasse bleiben.“

Parallel ändert sich das stationäre Angebot. Sowohl von der Standortdichte her als auch vom Betreuungs- und Beratungskonzept vor Ort. Neu ist, dass die künftigen BeratungsCenter ihr Angebot im Wesentlichen auf Beratung konzentrieren. „Die Beratung ist und bleibt ein zentrales Merkmal der Sparkasse. Deshalb schaffen wir 100 weitere Stellen für die Kundenberatung. Eine Investition in qualifizierte Arbeitsplätze“, so Jens Bratherig, als Vorstandsmitglied verantwortlich für das Regionalgeschäft. Die Umsetzung des Zielbildes einer wirtschaftlich nachhaltig erfolgreichen Sparkasse wird nicht ohne Auswirkungen auf diee Beschäftigten bleiben. Für die Zielerreichung ist folglich auch der Personalaufwand dauerhaft zu reduzieren. Bis Ende 2019 werden 200 Vollzeitstellen auf freiwilliger und sozialverträglicher Basis abgebaut.

cms, 16.10.2016, 09:54
Redakteure LON

Kommentare

Die Kritische - , 17.10.16 02:46:
Was ist daran noch kundenfreundlich, wenn Filialen geschlossen und Öffnungszeiten auf 2 Tage begrenzt werden? Aber mit einem "neuen" Namen hört sich ja alles wieder super an - BeratungsCenter als Tandem! Kosten senken (Personalabbau) - Erträge steigern. Es werden auch nicht weitere 100 Stellen geschaffen, sondern - wer rechnen kann - 100 !!!! abgebaut! Welche/r Arbeitnehmer/in kann freiwillig!!! auf den Arbeitsplatz verzichten? Versteht die Sparkasse tatsächlich Arbeitsplatzabbau, um Gewinne zu steigern, als sozialverträglich? Was sagt denn der Personalrat dazu? Ach ja, der genießt ja Kündigungsschutz!!!

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