Mehr Geld für die Deisterkrümel

Entspannte Haltung: Die Ausschussmitglieder folgten den Anträgen der Betreuungseinrichtungen.

Springe. 

Für mehrere Betreuungseinrichtungen wird das Geld knapp: Sie benötigen höhere Zuschüsse, um die Kosten decken zu können. Steigende Personal- und Betriebskosten sind ein Thema bei dem Kinderladen Deisterkrümel. Handlungsbedarf besteht dabei sowohl bei den Kern- als auch bei den Sonderöffnungszeiten der Tageseinrichtung. Die Elterninitiative beklagte in ihrem Antrag nicht mehr konkurrenzfähig zu sein. Um dies zu gewährleisten, müsse mit der Zeit gegangen werden, hieß es im Antrag. Hierfür seien längere Öffnungszeiten notwendig, die nun mal mit höheren Kosten verbunden seien.

Bisher erhielt der Verein unter der Leitung von Lauren Welliehausen und Alexandra Runge-Kasten 150 Euro Festkostenzuschuss pro Kind pro Monat. Dies sei in Anbetracht der steigenden Ausgaben für Personal und Betriebskosten längst nicht mehr angemessen, so die Leiterinnen. Außerdem seien die Zuschüsse seit fünf Jahren nicht angepasst worden. Um finanziell über die Runden zu kommen, würden 40 Euro Aufstockung pro Kind benötigt. In der Sitzung des Ausschusses für Soziales, Jugend und Gleichstellung wurde die Initiative und das ehrenamtliche Engagement der Eltern sehr positiv bewertet. Der Ausschuss war einstimmig der Meinung, dem Beschlussentwurf und dem Zuschuss in Höhe von 190 Euro pro Kind zuzustimmen.

Auch dem Antrag auf Aufstockung der Förderung des Kindergartens „Am Gut“ wurde stattgegeben. Die Kindertagesstätte in Bennigsen erhält für das Kita-Jahr 2017/2018 50.000 Euro Festkostenzuschuss. Begründet wurde der Entschluss durch ein hohes Interesse an zusätzlichen Angeboten und Betreibervielfalt.

Ferner blickt auch der Kinderschutzbund der Stadt Springe auf ein arbeitsintensives Arbeitsjahr zurück und beantragte bereits im August eine Grundförderung in Höhe von 12.000 Euro, sowie zusätzliche 6.000 Euro für die Flüchtlingsarbeit. Die SPD sprach sich dafür aus, die beiden Summen zusammen zu fassen und eine Grundförderung in Höhe von 18.000 Euro zu bewilligen.

„Wir wissen nicht, was nächstes Jahr kommt“, hieß es von Seiten der CDU, die den Vorschlag nicht unterstützen wollte. Sie schlug vor, die Grundförderung in Höhe von 12.000 Euro zu bewilligen. So könne flexibler auf den Anstieg des Bedarfs reagiert werden. Mit dieser Änderung wurde der Beschlussvorschlag einstimmig angenommen.

sza, 25.11.2016, 00:09
Redakteure LON

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