Marketing durch reine Existenz?

Springe. 

Um die Notfallambulanz in Springe bekanntzumachen und zu etablieren, soll das Klinikum Region Hannover eine umfangreiche Marketin-Strategie angekündigt haben. Davon sei bislang nichts zu sehen, kritisieren Vertreter aller politischer Parteien in Springe. Gabriela Kohlenberg, CDU-Regionsabgeordnete, wollte es genau wissen und stellte einen Katalog von zehn Fragen an die Region Hannover, unter anderem nach Einzelheiten der Marketing-Kampagne. Die Antwort lautete: Die Notfallambulanz etabliere sich bereits "zunehmend" alleine durch ihre Existenz und ihre Frequentierung. Außerdem seien Flyer erstellt und Informationsveranstaltungen für ansässige Ärzte durchgeführt worden.

Kohlenberg ging auch auf Aussagen von Bürgern ein, auch bei kleineren Verletzungen abgewiesen und in ein naheligendes Krankenhaus verwiesen worden zu sein. Grundsätzlich würden solche Fäle in der Notfallambulanz behandelt werden, so die Antwort der Region. "Je nach Ergebnis der Erstbegutachtung beziehungsweise Anamnese, Symptomatik und medizinischem Untersuchungsbefund" werde entschieden, ob die Patienten vor Ort, in einem Krankenhaus oder bei einem Haus- oder Facharzt weiter behandelt würden. Grundsätzlich würden "Ärzte mit Erfahrungen in der Notfallversorgung" in Springe eingesetzt, erklärt die Region.

Noch ist nicht entschieden, ob und wie es mit der Notfallambulanz in Springe weitergehen soll. Vorerst steht sie bis 2017 den Bürgern zur Verfügung.

msa, 10.03.2016, 00:16
Redakteure LON

Kommentare

Thomas Widemann - , 10.03.16 14:16:
Im halben Jahr sind Kommunalwahlen in Niedersachsen.

Also - clever gemacht von der CDU; gelegentlich den Finger in die "offene Wunde" Krankenhaus Springe zu legen.

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