Kohlenberg: Springe sollte von Bauformen abweichen

Springe. 

Ratsherr Jürgen Kohlenberg hat sich jetzt gegen die örtliche Bauvorschrift zum Bebauungsplan „Südlich des Bosselweges“ in Völksen ausgesprochen. Konkret er Kohlenberg dem Beschlussvorschlag zu Ziffer 4 nicht zugestimmt, da die Festsetzungen nach der örtlichen Bauvorschrift "sehr einschränkend" sind, wie er findet. "Nach dem Text dieser örtlichen Bauvorschrift soll gerade „potenziellen“ Bauherren weitestgehend Flexibilität ermöglicht werden, so heißt es in der Begründung. Das sieht unsere Ratsgruppe in keinster Weise, da nur Satteldächer mit vorgegebenen Neigungen in Rot-/ Brauntönen und nur Klinkerfassaden in den Farben Rot bis Rotbraun zugelassen werden. Diese Farbtöne sollen auch noch durch die Angabe von Farbnummern festgelegt werden. Auch andere Einschränkungen in der Form- und Farbgebung sind Bestandteil der Planfestsetzungen, die ich abgelehne".

Nach Kohlenberg bedeutet das beispielsweise, dass Bauweisen, die in anderen Kommunen zulässig sind und von Bauwilligen gewünscht werden, in Springe nicht zugelassen werden sollen: "Zum Beispiel sind andere Dachformen als Satteldächer nicht gewünscht. Das bedeutet auch, dass farbige Holzfassaden, die oft in Norddeutschland und darüber hinaus Standard sind, nicht zugelassen werden sollen."

Nach Ansicht der FWS/FDP/Kohlenberg-Gruppe sollten derartige Einschränkungen mittlerweile überholt sein, da auch andere Kommunen darauf verzichten. "Wir sollten mehr Wettbewerbsfähigkeit an den Tag legen. Leider wurde dem Antrag vom Ausschuss nicht zugestimmt. Hier wird erneut die Chance vergeben, dass die Stadt Springe auch mal in der Architektur abweichende Bauformen und  Gestaltungsmerkmale in einem Neubaugebiet zulässt."

hug, 12.06.2016, 08:19
Redakteure LON

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