Kohlenberg fordert sechs Geschwindigkeitsmesser

Springe. 

Springes Ratsherr Jürgen Kohlenberg kündigt an, zum Haushalt 2017 für die Stadt Springe die Anschaffung von Geschwindigkeitsanzeigegerätezu beantragen - rund 15.000 Euro will er für sechs Geräte investieren. Anlass ist eine Initiative von Innenminister Boris Pistorius, "Raser und Drängler" mit empfindlicheren Bußen zu belegen. "Für mich ist aber klar, dass im Grunde zuerst bei der Menge der Autofahrer, die mal unachtsam oder auch mal aus einer bestimmten Situation heraus etwas zu schnell gefahren sind, hier abkassiert werden soll", kritisiert Kohlenberg.

Die öffentlichen Haushaltskassen könnten zwar das „Zubrot“ gut gebrauchen: "Dann braucht man kein zusätzliches Polizeipersonal und auch keine bessere Ausrüstung, man ändert nur die Software in der Bußgeldverwaltung. Das Argument, dass in Österreich diese Bußgeldhöhen genommen werden, belegt aber bis jetzt nicht, dass dort auch langsamer und rücksichtvoller gefahren wird", betont der Ratsherr. 

Für Kohlenberg besteht weiterhin die Notwendigkeit, präventive Geschwindigkeitsanzeigegeräte aufzustellen. "Diese sind informativ, hilfreich und jederzeit dort einsetzbar, wo Notwendigkeit besteht und sind auch überall zu installieren - auf der Durchgangsstraße, vor der Schule, im Kindergarten, von der Bundestraßenabfahrt und auch an Wohnstraßen." Diese Geräte benötigten keinen großen nachgeschalteten Verwaltungsapparat und könnten auch noch mit einem kreativen Display wie einem Smily oder Sadly ausgestattet sein. "Auch können Auswertungen über die Fahrverhalten - zum Beispiel in verschiedenen Straßenzügen - vorgenommen werden."

Zu den Haushaltsberatungen für 2017 wird Kohlenberg einen Antrag zur Anschaffung von mindestens sechs Geräten in der Stadt Springe einbringen. "Die Anschaffungskosten liegen bei etwa 15.000 Euro und sind dabei gut angelegt. Die Geräte können somit in allen Ortsteilen verschiedentlich eingesetzt werden", zeigt er auf und schiebt nach: "Besser wäre es natürlich, das Innenministerium kaufte für die Kommunen derartige Geräte, um die größere Menge der Autofahrer immer wieder auf mögliche Tempoverstöße hinzuweisen."

hug, 20.06.2016, 07:55
Redakteure LON

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