Integrationsfond: Region fördert 30 Projekte

Hemmingen / Ronnenberg / Springe / Laatzen. 

„Click und Walk“ heißt das Integrationsprojekt der KGS Ronnenberg mit rund 15 Schülern der Sprachlernklasse. Mit der Handy-Kamera sollen die Jugendlichen ihre neue Heimat Ronnenberg festhalten. Acht Termine sind mit dem Künstler und Fotografen Uwe Stelter geplant. 3.600 Euro kostet die Umsetzung. Dieses Projekt rückt nun in greifbare Nähe. Aus dem Fonds der Region Hannover „Miteinander – Gemeinsam für Integration“ werden nun 30 Projekte gefördert. Der Regionsausschuss hat am Dienstag grünes Licht für die Zuschüsse gegeben. Insgesamt fließen knapp 155.000 Euro.

Neben dem Projekt mit der KGS hat sich auch das DiakonieLädchen kids bereits in 2013 um Fördermittel beworben. 10.000 Euro wurden beantragt, die nun gefördert werden. Geplant ist für Mütter mit und ohne Fluchterfahrung ein integratives und niedrigschwelliges Näh- und Informationsprojekt zu organisieren. So sollen Kleidungsstücke repariert und Vorhänge für die eigene Wohnung angefertigt werden. Mit gefördert werden außerdem ein Projekt in Hemmingen, ein Projekt in Laatzen und drei Projekte in Springe. Mit 5.000 Euro der beantragten 11.500 Euro fördert die Region den Kreativ Treff in Hemmingen. Hier sollen Frauen mit Migrationshintergrund durch gemeinsame Aktionen, Gespräche, Beratungen sowie Stricken und Häkeln sozial integriert werden. 5.250 Euro bewilligte die Region beim Laatzener Projekt "Vielfältig krea(k)tiv". Das Kreativprojekt für Frauen soll helfen neue Kontakte zu knüpfen, Sprachkenntnisse zu verbessern und Sachen wie Bekleidungsstücke herzustellen. In Springe soll die Nähwerkstatt, in der Frauen ihre Handarbeitsfertigkeiten bessern, ebenfalls gefördert werden. Die beantragten 3.500 Euro werden von der Region voll übernommen. Auch die Springer Fahrradwerkstatt wird mit den beantragten 7.900 Euro gefördert. Hier werden Fahrräder repariert und weitergegeben. Das dritte und letzte Projekt soll geflüchtete Frauen, Frauen mit Migrationshintergrund, Frauen aus dem Raum Springe erreichen. Sie sollen dreimal wöchentlich in der Werkstatt arbeiten. Dabei sollen sie miteinander Deutsch reden und sich gegenseitig unterstützen. Die beantragten 28.272 Euro fördert die Region mit 10.800 Euro.

Seit 2009 fördert die Region Hannover jedes Jahr aus dem Integrationsfonds Vorhaben, die das Miteinander von Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte fördert. Im Vergleich zu den Vorjahren sind weniger Anträge eingegangen: Insgesamt 58 Projektanträge lagen der sechsköpfigen Jury, die die Entscheidung des Regionsausschusses vorbereitet hat, vor.

cms, 21.09.2016, 03:00
Redakteure LON

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