Grüne verweigern Naturfreunden Unterstützung

Uwe Mügge verweigert - wie auch seine Fraktionskollegen - bislang den Naturfreunden seine Unterstützung. (Archivfoto)

Springe. 

Alle Parteien und Fraktionen in den politischen Gremien Springes haben den Springer Naturfreunden im Streit mit der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) der Region Hannover ihre Unterstützung zugesagt - nur die Grünen nicht. Als es in der Springer Ortsratssitzung am gestrigen Abend darum ging, den Naturfreunden Unterstützung im Rahmen der Möglichkeiten zuzusagen, enthielten sich lediglich die Grünen-Mitglieder Uwe Mügge und Lars Jungfer. Auch im Planungs- und Umweltausschuss solidarisierten sich die Mitglieder der Öko-Partei nicht mit den Naturfreunden.

Wolfgang Klemmt, frisch wiedergewählter Vorsitzender des Vereins, war ebenfalls als Gast in der Sitzung anwesend und bedankte sich nicht nur bei den Unterstützern aus der Politik und der Bevölkerung, sondern auch bei der Verwaltung, die ebenfalls bereits kundgetan hat, den Naturfreunden unterstützend und beratend zur Seite zu stehen. An die Vertreter der Grünen gewandt, fragte er: "Warum? Wo liegen die Defizite, die wir möglicherweise beheben können?" Uwe Mügges Antwort: "Da bin ich überfragt."

Ihm fehlten detaillierte Erkenntnisse, um die Situation einschätzen zu können, erklärte er später. Klemmt und Reinhard Schade, zuständiger Fachbereichsleiter der Stadt, führten aus, dass es in der Vergangenheit an der Deisterhütte in der Tat zu Missachtungen des Baurechts gekommen sei und anschließend entsprechende Maßnahmen getätigt worden seien, um diese Fehler zu korrigieren. Für die Naturfreunde habe die UNB nun jedoch das Fass zum Überlaufen gebracht, indem sie jetzt Maßnahmen von den Naturfreunden fordert, die aus Sicht von Klemmt dem widersprechen, was einst seitens der UNB gefordert wurde. "Wir haben beispiesweise - wie damals gewünscht - Sitzbänke in der Nähe des Sandkastens entfernt. Jetzt soll der Sandkasten abgebaut werden, weil keine Sitzgelegenheiten vorhanden sind. Das ist weder für uns noch für die Bürger nachvollziehbar", sagte Klemmt.

In der anschließenden Abstimmung, ob der Ortsrat im Rahmen seiner Möglichkeiten den Naturfreunden Unterstützung zusagen soll, enthielten sich trotz der Ausführungen des Naturfreunde-Vorsitzenden die beiden Grünen dennoch.

msa, 25.02.2016, 14:21
Redakteure LON

Kommentare

alibaba - , 02.03.16 14:09:
Das spricht für die "Grünen". Hier hätten sie mal "Flagge" zeigen können, aber nein - sie enthalten sich und/oder versagen sogar ihre Unterstützung. So was kann man nur als "nicht mehr wählbar" und nicht akzeptierbar bezeichnen, denn die Deisterhütte, einschl. der Bauanlagen angrenzend, sind ein wichtiger Erlebnis- und Naherholungsberreich für alle, die Freude und Entspannung mit ihren Familienangehörigen dort suchen.

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