Gestorf wehrt sich gegen Raser

Künftig soll in Gestorf häufiger die Geschwindigkeit gemessen werden.

Gestorf. 

Schon lange ist die Raserei auf der Calenberger Straße im Springer Ortsteil Gestorf den Bürgern ein Dorn im Auge. „Die Situation ist abartig“, beklagte sich ein Anwohner während der Fragestunde zu Beginn der Ortsratssitzung in Gestorf. Nach Aussagen anwesender Gestorfer, ärgern sich jeden Tag viele  Einheimische über Drängler, Raser und rücksichtslose Autofahrer auf der Durchgangsstraße innerhalb des Ortes. Für abschreckende Wirkung bei Temposündern soll künftig ein häufiger Einsatz eines mobilen Blitzers sorgen – dieser wird demnächst vom Ortsrat bei der Region Hannover beantragt.

Auch die bereits länger geplante Ampelanlage beschäftigt den Ortsrat. "Weil der Tiefbau zur Zeit mit Aufträgen zugeschüttet ist, muss der Auftrag nun neu ausgeschrieben werden", berichtete Ortsbürgermeister Eberhard Brezski.

„Vielleicht sollten wir uns von Eldagsen ein Beispiel nehmen", schlug ein Anwohner vor und bezog sich damit auf das nachts geltende Tempolimit von 30 Stundenkilometern in Eldagsen. Dies solle auch in Gestorf eingeführt werden, weil die von Treckern und Lastwagen verursachte Lärmbelästigung den Bürgern ihre Nachtruhe raube. Zudem sorge das egoistische Parkverhalten der Lkw-Fahrer, die regelmäßig das Park- und Halteverbot missachteten, für besonderen Unmut, betonten mehrer Gestorfer in der Sitzung. Dies werde auf lange Sicht nicht ohne Konsequenzen bleiben, sind sie sicher: Durch falsches Parken entstünden am Straßenrand Rillen, die sich beim Regen mit Wasser füllen und bei Frost gefrieren. Die Folge davon sei eine erhöhte Rutsch- und Unfallgefahr.

„Wir bleiben dran“, versicherte der Ortsbürgermeister. Die ersten Maßnahmen zur Installation einer Ampel sollen voraussichtlich im März 2017 erfolgen.

sza, 12.11.2016, 06:53
Redakteure LON

Kommentare

Keine Kommentare

Benutzeranmeldung

Zum Kommentieren bitte anmelden
Anmelden

Kennwort vergessen?