Gefahrguteinsatz auf dem Wertstoffhof in Springe

Springe . 

Zu einem Gefahrguteinsatz kam es heute gegen 10 auf dem AHA Wertstoffhof in Springe. Eine unbekannte Person hatte unbemerkt ein flüssigkeitsgefülltes Gefäß am Problemabfallcontainer abgelegt. Auf dem Gefäß fehlte das Etikett, war jedoch gekennzeichnet mit dem Hinweis auf die Gefahrengruppe 6.2, d.h. es handelte sich um eine ansteckungsgefährlichen Stoff. Die Mitarbeiter des Wertstoffhofes alarmierten folgerichtig die Feuerwehr.

Im Einsatz waren die Freiwillige Feuerwehr Springe, der Führer des Gefahrgutzuges sowie die Fachgruppe Messtechnik aus Eldagsen. Ein Trupp unter Atemschutz erkundete die Lage und stellte fest, dass das Gefäß augenscheinlich nicht beschädigt war, konnte aber eine äußere Kontamination nicht ausschließen. Das Objekt wurde in einer Umverpackung gesichert und im Gefahrgutlager des Wertstoffhofes deponiert. Ein Wertstoffhofmitarbeiter und die Einsatzkräfte, die direkten Kontakt mit dem Gefäß hatten, wurden vor Ort durch den diensthabenden Desinfektor des DRK Springe dekontaminiert.  Das Gesundheitsamt der Region wurde verständigt und wird über das weitere Vorgehen entscheiden. Der Wertstoffhof bleibt bis Montag geschlossen.

Stadtbrandmeister Herbert Tschöpe betonte die sehr gute Zusammenarbeit mit den AHA-Mitarbeitern und wies darauf hin, dass im Zweifelsfall gefährliche Stoffe immer am Wertstoffhof einem Mitarbeiter übergeben werden, selbst wenn dieses einen Feuerwehreinsatz nach sich ziehen sollte. In keinem Fall dürften Problemabfälle über den normalen Hausmüll oder anderweitig entsorgt werden.

bri / Stefan Quentin, 04.06.2016, 15:38
Redakteure LON

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