Fake-Plakate erklären Sparkasse zur Flüchtlingsunterkunft

Unbeaknnte stellten in der Innenstadt illegale Plakate mit erfundenen Inhalten auf.

Die Polizei hat die Fake-Plakate bereits wieder entfernt.

Springe. 

"Neue Heimat - 300 Flüchtlinge". Dies stand auf zwei illegal aufgestellten Plakaten am Sparkassen-Hochhaus in der Bahnhofstraße. Die erfundene Aussage darauf: Das Sparkassen-Gebäude wird zu einem Flüchtlingsheim umgebaut. Die Polizei hat die Plakate mittlerweile schon wieder abgebaut. Spezialisten sollen laut Angaben des Polizeikommissariats Springe in der kommenden Woche ermitteln, ob das Plakat aus einem staatsfeindlichen Umfeld entstammt. Strafrechtliche Inhalte konnte die Polizei bislang allerdings nicht erkennen.

Fraglich ist, ob es sich bei den Plakataufstellern um Personen aus der rechten Szene handelt. Verschiedene Inhalte der Plakate stellen eine Verbindung zur Zeit des Nationalsozialismus her. Baubeginn soll der 20. April sein (Hitlers Geburtstag), die Eröffnungsfeier soll am 8. Mai (Tag der Kapitulation der Wehrmacht) von 19.33 bis 19.45 Uhr stattfinden. Denkbar ist allerdings auch, dass linke Friedensaktivisten oder Satiriker hinter der Aktion stecken, denn allen Parteien von der AfD bis zur Linken wurden nicht ernstzuehmende Aussagen zum angeblichen Bau der Flüchtlingsunterkunft unterstellt ("SPD: Mit uns immer, ist ja kein Krankenhaus."). Die Kritik der Plakate richtet sich offenbar in erster Linie an die deutsche Industrie. Am unteren Rand der Plakate sind die Logos mehrerer Konzerne zu sehen, darüber die Aussage: "Ohne unsere Waffen wären die Flüchtlinge nicht hier".

msa; Fotos: Facebook, 26.03.2016, 11:00
Redakteure LON

Kommentare

Thomas Widemann - , 26.03.16 23:06:
Da werden doch Erinnerungen wach; vor vier Jahren gab's schon mal ein tolles Plakat zum 1. April. "Neubau Hähnchenmastanlage" am Fahrenbrink.

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