Essen brennt, Bewohner im Garten

Springe. 

Heute Vormittag gegen 10 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Springe zu einem ausgelösten Rauchwarnmelder in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses im Grasweg alarmiert. Die Nachbarn hatten den Warnton gehört und Brandgeruch wahrgenommen. Da niemand die Wohnungstür öffnete, verständigten sie die Feuerwehr. Ein Atemschutztrupp verschaffte sich gewaltsam Zugang zu der Wohnung und fand angebranntes Essen auf dem Herd. Die Wohnung wurde mit einem elektrischen Druckbelüfter gelüftet. Vorsichtshalber kontrollierten die Einsatzkräfte die Küche mit einer Wärmebildkamera. In der Wohnung befand sich niemand – der Bewohner war im Garten beschäftigt.

"Dieser Einsatz ist ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig die Installation von Rauchwarnmeldern in Gebäuden ist", betonte Ortsbrandmeister und Einsatzleiter Florian Doege. Wären die Nachbarn nicht durch das Piepsignal frühzeitig auf die Rauchentwicklung aufmerksam geworden, hätte sich leicht ein Küchenbrand oder Schlimmeres entwickeln können. Doege begrüßt ausdrücklich die Rauchwarnmelderpflicht, die seit diesem Jahr vorschreibt, dass in allen Schlaf- und Kinderzimmern sowie Fluren, die als Rettungsweg dienen, ein Rauchwarnmelder installiert sein muss. Mehr dazu bei www.rauchmelderpflicht.eu. Zwar komme es mittlerweile häufiger zu Fehlalarmen durch Rauchwarnmelder, dies sei aber angesichts des großen Nutzens dieser Geräte kein Problem für die Feuerwehr. In keinem Fall wird jemand dafür belangt werden, wenn er in guter Absicht aufgrund eines ausgelösten Melders die Feuerwehr verständigt. Deshalb empfiehlt Florian Doege, im Zweifelsfall stets die Feuerwehr anzurufen.

hug, 27.05.2016, 14:47
Redakteure LON

Kommentare

Keine Kommentare

Benutzeranmeldung

Zum Kommentieren bitte anmelden
Anmelden

Kennwort vergessen?