Eldagsen: Ortsmitte bekommt neues Gesicht

Eldagsen. 

Neue Pläne für das Zentrum: Auf dem Grundstück Lange Straße 65 plant das Bauunternehmen NURDA ein neues Quartier mit Wohnen, Handel und Gastronomie. Für das angrenzende Grundstück Wallstraße, dass hinter dem Neuen Gehlbach liegt, gibt es gleich zwei sehr verschiedene Ideen: Der Architekt Peter Holzki hat zusammen mit Bürgern aus Eldagsen das Projekt „Wallstraßenhöfe - Selbstbestimmtes Wohnen im Alter“ entwickelt. Ein Entwurf, der Elemente des Dorfes aufnimmt. NURDA hat eine Erweiterung ihres städtischen Quartierkonzeptes über den Neuen Gehlbach hinaus entworfen. Holzki und NURDA schließen eine Zusammenarbeit in der Entwicklung des Grundstückes der ehemaligen Schule nicht aus. In der jüngsten Sitzung des Sanierungsbeirates Eldagsen präsentierten sie ihre Konzepte.

Das NURDA-Konzept für die Lange Straße 65: Mit seinem Entwurf verfolgt das Bauunternehmen drei Ziele: Die historische Stadtmitte attraktiver gestalten, zeitgenössischen Wohnraum für alle schaffen und die Aufenthaltsqualität verbessern. „Die bisherige Blockrandbebauung grenzt das Grundstück von der Langen Straße ab“, erklärte Architekt Jens-Uwe Seyfarth, der die Pläne vorstellte. Die Anordnung der neuen Gebäude soll eine Sichtverbindung vom Kirchplatz in das Quartier ermöglichen. Geplant sind Einfamilienhäuser und Wohnungen im Geschossbau. Zwischen den Gebäuden ist Platz für Treffpunkte im Grünen, Kinderspielplätze und Gehwege. In den Gebäuden, die an der Langen Straße entstehen, soll wieder Handel und Gastronomie einziehen. „Wir sind im Gespräch mit den bisherigen Betreibern“, betonte Reinhard Lange-Köppel vom Bauunternehmen. Niemand werde vertrieben, jeder könne sein Geschäft fortführen. Die Nachricht, dass die Mühlen-Apotheke schließen werde, sei falsch, so Lange-Köppel.

Der Sanierungsbeirat Eldagsen stimmte dem NURDA-Konzept zu. Bei der Stadt Springe rechnet man damit, dass das Genehmigungsverfahren etwa ein Jahr dauern wird. Das Areal Lange Straße 65 befindet sich im Privatbesitz und soll aufgrund eines Generationswechsels verkauft werden.

„Wallstraßenhöfe - Selbstbestimmtes Wohnen im Alter“: Das Konzept des Architekten Peter Holzki ist in Zusammenarbeit mit einer Interessengemeinschaft aus Eldagser Bürgern entstanden. „Ich wurde von den Bürgern angesprochen“, sagte Holzki. Der Gedanke sei, ein Wohnprojekt für altersgerechtes Wohnen zu entwickeln, das zugleich dem Wunsch der Bürger nach Selbstbestimmung und Gemeinschaftlichkeit entgegen kommt. In seinem Entwurf hat Holzki die Wohnanlage als „offene Hofsituation“ entworfen. Damit will er Elemente des ländlichen Raumes aufnehmen. Bei der Anordnung der Gebäude war es Holzki wichtig, dass die alten Bäume auf dem Grundstück stehen bleiben können. Vorgesehen sind eingeschossige barrierefreie Gebäude mit kleinen Wohneinheiten sowie eine Tagespflege für 15 Gäste. Die Wohnanlage ist als Gemeinschaftseigentum geplant. Die Wohnungen sollen zu den in Eldagsen üblichen Konditionen vermietet werden. "Also keine hannoveraner Preise mit 9,50 Euro pro Quadratmeter", sagte Ortsbürgermeister Ralf Burmeister (CDU). Über die Organisationsform des Eigentümers - Verein oder Genossenschaft – berät die Interessengemeinschaft der Bürger noch.

NURDA hat für das Areal Wallstraße aus eigenem Antrieb heraus ein Konzept vorgestellt. Dieser Plan beinhaltet, dass der Quartiersgedanke der Langen Straße 65 fortgeführt wird. In der Entwicklung des Grundstückes Wallstraße könne man sich eine Kooperation mit dem Architekten Holzki vorstellen, hieß bei NURDA. Holzki nickte zustimmend.

 Der Sanierungsbeirat Eldagsen hat die Pläne für das Grundstück Wallstraße, das der Kommune gehört, zur Kenntnis genommen. Eine Abstimmung fand nicht statt. Die Entwürfe werden den Fachausschüssen vorgelegt, diese beraten über das weitere Vorgehen.

tri, Foto: hug, 21.10.2016, 01:31
Redakteure LON

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