"Den Windpark vor der Haustür"

Lüdersen. 

Ein Windpark soll in Lüdersen entstehen. Das wurde mit dem neuen regionalen Raumordnungsprogramm der Region Hannover festgelegt. Doch mit der rund 400 Hektar großen Fläche sind die Bürger aus Lüdersen nicht einverstanden. Die Ortschaft habe mit der Änderung unfreiwillig den Hauptgewinn gezogen. „Wir sind alles andere als begeistert, dass wir davon so spät erst erfahren haben“, betonte Michael Buckup von der SPD.

Besonders das Bild der Ortschaft und der Landschaft würde sich durch den Bau eines Windparks stark verändern. Die Windräder können sich zudem negativ auf die Tierwelt, besonders die Vögel auswirken. „Unser Ziel ist eine Rücknahme der Erweiterungsflächen“, erklärte Buckup.

„Mit dem regionalen Raumordnungsprogramm wollen wir verhindern, dass überall Windräder entstehen. Darum suchen wir Flächen, auf denen wir diese bündeln“, erklärte Regionspräsident Hauke Jagau. Er betonte, dass die jetzige Fläche bereits im ersten Entwurf des Programms zur Debatte stand. „Jede Fläche wird von der Region geprüft, damit weder Lärmemissionen, Schattenwürfe und vieles mehr nicht das Leben der Bürger beeinträchtigen werden.“

Eine Bürgerin zeigte sich mit dieser Erklärung jedoch nicht zufrieden: „In Lüdersen gibt es eine Einrichtung für Behinderte. Diese können von den Windrädern und den dadurch entstehenden Lärm stark beeinflusst werden.“ Der Windpark werde diesen Menschen einfach vor die Tür gesetzt. Dass sich etwas ändern wird, sei nicht abzustreiten, erklärte der Regionspräsident, allerdings müsse „man die regenerative Energie zulassen. Nur so ist ein Ausstieg aus der Atomenergie möglich.“

cms, 27.07.2016, 00:00
Redakteure LON

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