Deister-Bergbau stößt auf großes Interesse

Die Fördervereinsvorsitzende Britta Sander (links) mit dem Referenten Peter Felsen und der Mitorganisatorin des Symposiums Birgit Schwier-Fuchs.Die Organisatoren Birgit Schwier-Fuchs und Dr. Achim Grube ( Dritter von links) mit den Referenten Dr. Martin Ludwig, Peter Mühr und Ole Schirmer (von links).

Barsinghausen / Wennigsen / Region. 

Mit dem Kohleabbau im Deister und seinen Auswirkungen für die Bevölkerung beschäftigen sich an diesem Wochenende rund 50 Interessierte. Der Heimat- und Kulturverein Bredenbeck und die Volkshochschule Calenberger Land hatten das Symposium geplant. Birgit Schwier-Fuchs und Dr. Achim Grube begrüßten die Teilnehmer in der Waschkaue auf dem Zechengelände in Barsinghausen. „Wir wollen den Bergbau nicht romantisieren, sondern auch sozialkritisch betrachten“, sagte Schwier-Fuchs.

Zum Einstieg gab Ole Schirmer einen Überblick über die Geologie des Deisters. Anschließend berichtete Dr. Martin Ludwig über 300 Jahre Bergbaugeschichte, bevor der Abend mit einem Tscherperessen endete.

Heute startete das Symposium mit den Vorträgen „Kohle, Kalk und Knigge“ von Dr. Achim Grube, der Entwicklung vom Klosterstollen zum Steinkohlenbergwerk Barsinghausen von dem ehemaligen Stadtarchivar Eckard Steigerwald und von Dr. Martin Ludwig, der Geschichte der Zeche Antonie in Bantorf von Peter Mühr und der Geschichte der Bergwerke bei Egestorf und ihre Transportwege von Eckard Steigerwald. Am Nachmittag und auch noch morgen werden vier rund dreistündige Exkursionen in den Ost-Deister, nach Bantorf und Egestorf sowie eine „Fußbefahrung“ des Klosterstollens mit dem Dieter Lohmann, Geschäftsführer der Alten Zeche, angeboten.

Extra für das Symposium hat der Förderverein Besucherbergwerk seinen Herbststammtisch um einen Monat verschoben. „Wir wollten den Teilnehmern die Gelegenheit geben, an unserem traditionellen Stammtisch teilzunehmen“, sagte die Fördervereinsvorsitzende Britta Sander. Neben anregenden Gesprächen und dem üblichen Singen des Steigerliedes stand auch ein Vortrag von Peter Felsen über den Mögebierstollen auf dem Programm. Seit 2004 sind vier ehrenamtliche Helfer dabei, den Unteren Deisterstollen wieder begehbar zu machen. Etwa 120 Meter nach dem Eingang ist er eingebrochen.Der größte Stollen bei Wennigsen war von 1854 bis 1949 in Betrieb. Allerdings soll der Stollen nicht touristisch genutzt werden, sondern nur von einigen Fachleuten betreten werden. Den Namen Mögebiertstollen erhielt er, weil den Erzählungen nach einige Bergleute gerne ein paar Biere getrunken haben. „Aus „Die mögen Bier“ wurde der Mögebierstollen“,berichtete Felsen.

bri, 22.10.2016, 19:28
Redakteure LON

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