CDU will ins "digitale Klassenzimmer"

Springe. 

"Die bisher in den Schulen vermittelten fachlichen Grundkompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen reichen für die Anforderungen der heutigen Zeit nicht mehr aus", sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Wilfred Nikolay. Diese müssten durch zusätzliche Fach-, Personal- und Sozialkompetenz sowie einer sich daraus entwickelnden Medienkompetenz erweitert werden, so der Ratsherr. Aus diesem Grund hat die Stadtratsfraktion der Christdemokraten einen Antrag gestellt, der die Erarbeitung eines sogenannten Medienentwicklungsplans vorsieht. Der Fokus soll dabei auf "die kompetente Nutzung der ‚Neuen Medien’ als ,Bildungswerkzeug’", liegen, so Nikolay. Dies sei im 21. Jahrhundert unerlässlich.

"Die Zukunftsperspektiven der Springer Schulen stellen für die Stadt eine Kernaufgabe da", heißt es in dem Antrag. Für junge Familien aber auch für die wirtschaftliche Entwicklung stelle die  Attraktivität der Bildungseinrichtungen "einen wichtigen Standortfaktor für die Wohnortentscheidung und Investitionen da", erläutert Nikolay. Ziel müsse es sein, eine entsprechende Bedarfsanalyse durchzuführen, um im Anschluss einen Zeit- und Kostenplan zu erstellen, der den Weg ins "Digitale Klassenzimmer" ebnen soll.

Nikolay verweist auf eine aktuelle Umfrage, laut der es für 84 Prozent der Eltern in Deutschland sehr wichtig oder wichtig ist, dass die Schule ihrer Kinder gut mit digitalen Medien ausgestattet ist. Für knapp die Hälfte aller Befragten spielt das Angebot einer Schule in Sachen Digitale Bildung demnach eine wesentliche Rolle bei der Schulwahl. Nahezu alle Lehrer sehen laut Umfrage in der Digitalisierung auch die Möglichkeit, den Schülern Inhalte besser zu vermitteln und deren Motivation zu erhöhen.

msa, 29.04.2016, 00:01
Redakteure LON

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