"Auf dem Thie": Politiker lehnen Sanierung ab

Symbolfoto.

Eldagsen / Mittelrode. 

Die Mitglieder des Technischen Ausschusses haben sich bei einer Enthaltung gegen die Sanierung der Verbindungsstraße „Auf dem Thie“ zwischen Eldagsen und Mittelrode ausgesprochen. Vorangegangen war eine hitzige Diskussion, in der sich mehrere Politiker gegen die Pläne der Verwaltung ausgesprochen hatten. Schließlich beantragte Jürgen Kohlenberg gegen die Vorlage zu stimmen. „Die Anliegerversammlung wird trotzdem stattfinden, denn das letzte Wort hat hier der Verwaltungsausschuss“, erklärte Verwaltungsmitarbeiter Gerd Gennat daraufhin. Die anteiligen Anliegerkosten werden auf rund 80.000 Euro geschätzt. Diese würden je nach Grundstücksgröße auf die Eigentümer umgelegt werden.

Im Jahre 2001 wurde die circa 50 Jahre alte Straße aufgrund von starken Rissschäden mit einer doppelten Oberflächenbehandlung versehen. Durch Witterung und Verkehr ist diese aber mittlerweile abgenutzt und weist jedes Jahr neue Asphaltschäden auf, die wiederholt vom Betriebshof repariert wurden. Nun sollte die Straße, um die Qualität und Restnutzungsdauer deutlich zu verbessern, eine Verstärkung in Form einer sechs Zentimeter dicken Asphaltdeckschicht erhalten. Da es sich um eine Gemeindestraße handelt, sollen 30 Prozent der Kosten der beitragsfähigen Anwendungen den Anliegern auferlegt werden. Nach derzeitigen Kostenschätzungen lege der Anteil bei ungefähr 80.000 Euro. Auf die gesamte Beitragsfläche umgelegt kämen pro Quadratmeter Kosten von 1,30 Euro auf die Anlieger zu. Der kleinste Anliegerbeitrag läge dann bei 5,64 Euro, der größte bei 20.200 Euro. „Es gibt schlechtere Straßen, die meiner Meinung nach dringender anstehen würden“, gab Jürgen Kohlenberg von der FWS/FDP Fraktion zu bedenken. „Es kann auch nicht sein, dass manche Anwohner fünf Euro zahlen und andere über 20.000.“ Die Alternative wäre wieder nur eine Oberflächenbehandlung durchzuführen wie es im Jahr 2001 gemacht wurde. Laut Gennat wäre dies jedoch wieder nur eine Lösung mit einer begrenzten Haltbarkeit von zehn bis fünfzehn Jahren. Deshalb war 2014 beschlossen worden, die Straße auszubauen. Dabei werden auch Anliegerbeiträge fällig. Die Haltbarkeit der Straße liegt bei dieser Maßnahme bei 25 bis 30 Jahren.

jög, 01.06.2016, 07:47
Redakteure LON

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