Asylunterkünfte: Kann sich die Politik heute einigen?

Der Ortsrat Springe sowie der Planungs- und Umweltausschuss kommen heute zusammen, um über eine mögliche Asylunterkunft an der Jägerallee zu beraten.Währenddessen ist die Zukunft des Krankenhaus-Gebäudes als Erstunterkunft ungewiss.

Springe. 

Die Unterbringung von Asylbewerbern bleibt weiterhin eines der bestimmenden Themen in Springe. Der Zeitdruck wächst. Nachdem sich vor zwei Wochen der Springer Ortsrat und der Planungs- und Umweltausschuss nicht auf eine Prüfung der Fläche Am Kalkwerk einigen konnten, soll heute in einer Sondersitzung bezüglich eines Standorts an der Jägerallee gemeinsam eine Lösung gefunden werden. Doch auch andere Projekte geraten ins Stocken.

Bei den geplanten Unterkünften handelt es sich im Regelfall um Unterkünfte in Modulbauweise. Durch den Zusammenschluss mehrerer solcher Module sollen Wohnungen zwischen 59 und 87 Quadratmetern geschaffen werden, um eine Sammelunterkunft im klassischen Sinne vermeiden zu können. Eigentümerin der Gebäude wäre die Region Hannover, die der Grundstücke die Stadt. Eine Alternative könnte allerdings auch das sogenannte "KSG-Modell" sein. In diesem Fall würden Mehrfamilienhäuser gebaut, die zeitlich befristet für die Flüchtlingsunterbringung und später als sozialer Mietwohnraum genutzt würden.

Grundsätzlich hält die Stadtverwaltung die Grundstücksfläche an der Jägerallee als potenzielle Wohnfläche für geeignet. Allerdings sieht der aktuelle Bebauungsplan dort den Standort des Kleingartenvereinsheims, Stellplätze sowie einen Spielplatz vor. Über eine entsprechende Änderung beraten nun die politischen Gremien.

Währenddessen wird das Gebäude des ehemaligen Krankenhauses noch immer nicht als Erstunterkunft genutzt. Eigentlich sollten dort bereits Ende Januar die ersten Asylbewerber untergebracht werden, um sie von dort aus auf Wohnungen und andere Unterkünfte zu verteilen. "Das stimmt. Teilbereiche sollten schon längst bewohnt sein", bestätigte kürzlich auch Bürgermeister Christian Springfeld. Seitens des Landes Niedersachsen, das das Gebäude angemietet hat, habe es gegenüber der Stadt keine Informationen über den aktuellen Stand der Dinge gegeben, so der Bürgermeister. Ob das leerstehende Krankenhaus in der Zukunft überhaupt als Erstunterkunft genutzt wird, scheint immer fraglicher.

msa, 08.03.2016, 14:45
Redakteure LON

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