Ampelanlage soll Besserung bringen

Gunnar Kelb von der Region berichtet über die Pläne.Seit Jahren kommt es hier immer wieder zu Verkehrsunfällen.

Gestorf. 

Seit 2009 gibt es Unfallhäufungen an der Kreuzung Harbergstraße und Calenberger Straße in Gestorf, insgesamt 51 Verkehrsunfälle in nur sechs Jahren. Die Kreuzung ist seit 2010 im Gespräch bei der Region Hannover, die bereits einige Maßnahmen zur Verbesserung ergriffen hat. "Wir haben die Markierungen erneuert, die Sichtbeziehungen zu anderen Pkw verbessert, ein Unfallgefahrenschild aufgestellt, die Haltelinien vorverlegt und vieles mehr", berichtete Gunnar Kelb vom Team Unterhaltung und Erneuerung der Region. Doch geholfen hat das alles nichts. Schließlich wurde eine Knotenstromzählung durchgeführt. "Am 21. Juli letzten Jahres haben wir acht Stunden lang gezählt." Das Ergebnis: In den Spitzenstunden um 6.45 bis 7.45 Uhr und 18 bis 19 Uhr ist das Verkehrsaufkommen am höchsten. Bei einer Qualitätseinstufung bekam die Kreuzung ein B (gut). "Wir stellten uns also die Frage, wieso es bei einer gut eingestuften Kreuzung immer wieder zu Verkehrsunfällen kam." Videoaufnahmen, die den Verkehr an der Kreuzung aufnahmen, gaben schließlich Antwort auf die Frage: "Innerhalb von acht Stunden ist es, wie auf dem Band zu sehen, zu drei Fast-Unfällen gekommen", erklärte Kelb.

Nach längeren Diskussionen einigte sich die Region schließlich auf eine Lichtsignalanlage. Es soll eine verkehrsabhängige Anlage sein und auf der Landesstraße wird es eine Fußgängerampel geben, die barrierefrei ausgebaut ist", berichtete Gunnar Kelb weiter. Auch für die Radfahrer sollen Schutzstreifen vorhanden sein. Die Haltelinien sollen wieder weiter zurückgezogen werden, da das Lkw-Aufkommen an der Kreuzung sehr hoch sei. Die Ampelanlage soll nach ersten Schätzungen 180.000 Euro kosten, davon übernimmt Die Region und das Land einen Teil. Weiter teilte Kelb mit, dass die Deckenschicht der Straßen erneuert werden müssen. Es wird also im Laufe der Bauarbeiten auch zu einer kurzzeitigen Vollsperrung kommen, kündigte der Mitarbeiter der Region an. "Außerdem wollen wir am Ortseingang in Gestorf eine Querungshilfe einbauen. Diese soll mittig in der Fahrbahn platziert werden und zur Verkehrsberuhigung beisteuern." Die Kosten hierfür werden auf rund 185.000 Euro geschätzt. Geplant ist bereits Mitte August mit den Arbeiten zu beginnen, die Bauzeit wird auf drei Monate geschätzt.


cms, 19.05.2016, 08:44
Redakteure LON

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