Alvesrode: „Soldaten fallen nicht, sie werden getötet“

Gedenkfeier zum Volkstrauertrag in Alvesrode

Springe / Alvesrode. 

Zu einer stillen Gedenkfeier kamen heute die Einwohner von Alvesrode am Gedenkstein am Friedhof zusammen. „Wir gedenken heute aller Opfer von Krieg, Gewaltherrschaft, Terroranschlägen und rassistischen Übergriffen“, sagte Ortsbürgermeister Dieter Gonschorek. Es gebe keine Unterschiede der Opfer aufgrund ihrer Nationalität oder Religion.

Gonschorek erinnerte an das Schicksal zahlreicher Einwohner in Alvesrode, das auf grausame Weise mit dem Weltengeschehen verbunden ist. Vor 100 Jahren, im Jahr 1916, starben neun junge Männer aus Alvesrode im dritten Jahr des 1. Weltkrieges. Der jüngste Soldat war 21 Jahre alt, der älteste Soldat 37 Jahre. Die Opfer der Opfer sind in den Gedenkstein eingemeißelt. Diese Männer wurden, so Gonschorek, als „Kanonenfutter“ von „Staatenlenkern mit Alltmachts-Gedanken“ missbraucht. „Es heißt immer Soldaten fallen im Krieg. Aber das stimmt nicht, sie werden getötet“, sagte Gonschorek. Die Familien der getöteten Soldaten lebten teilweise heute noch im Ort. Auch heute gebe es wieder Staatenlenker mit Allmachts-Gedanken. „Flüchtlinge werden wieder zum Spielball der Mächtigen“, sagte Gonschorek und erinnerte an das Schicksal der zahlreichen Kinder, die allein auf der Flucht seien.

tri, 13.11.2016, 15:48
Redakteure LON

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