Wird am Sonnabend die 1000er-Marke geknackt

Faruk Halilbegovic (hier gegen Erlangen) muss auf die Strafbank. Auf´s Spielfeld wird er dieser Saison nach seinem Meniskusriss nicht mehr zurückkehren.

Springe/Hameln. 

In Springe haben sie den Frust der Niederlage beim VfL Bad Schwartau aus den Kleidern geschüttelt. Alle sind heiß auf das Duell am Sonnabend gegen Altmeister TuSEM Essen. Nach dem Abpfiff am vergangenen Sonntag in der Lübecker Hans-Halle waren die Köpfe noch unten. Die Enttäuschung saß tief, dass ausgerechnet beim Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt in der zweiten Liga die Serie von acht Spielen ohne Niederlage gerissen war.

Springes Mediendirektor Jens Buchmeier hatte schon nach dem 25:24-Sieg am vergangenen Freitag gegen Rostock orakelt: „Eine Niederlage wird kommen. Wird dürfen dann nur nicht alles in Frage stellen.“

Für das Trainerteam kein Thema. „Wir haben Montag beim Training über das Spiel gesprochen und meine Jungs sind total optimistisch“, betont Co-Trainer Slava Gorpishin. „Wir waren alle platt“, sagte Rückraumspieler Hendrik Pollex schon nach dem Spiel im Interview mit hlsports.de. Deshalb war Dienstag frei um aufzutanken vor dem „Schlüsselspiel“ gegen Essen. „Ganz klar, wir müssen punkten“, betont Pollex.

Zuletzt haben nämlich auch die Konkurrenten fleißig Zähler gesammelt. „Wir scheinen die anderen irgendwie angesteckt zu haben“, sagt Gorpishin mit einem Augenzwinkern. Er versucht den Druck von der Mannschaft zu nehmen. Die Aufgabe erscheint lösbar, denn die Gäste gingen zuletzt viermal als Verlierer vom Parkett.

Außerdem ist Springe heiß. „Wir haben eine Rechung offen“, erinnert Gorpishin an das dumme 31:33 im Hinspiel, als die Handballfreunde auch dank der acht Tore von Faruk Halilbegovic – für ihn ist die Saison nach seinem Meniskusriss gelaufen – bis zur 54. Minute (28:27) immer in Führung lagen. Auch diesmal erwartet Gorpishin ein enges Spiel, hoffentlich mit dem besseren Ende für seine Mannschaft. Mit einem Sieg hätte Springe im Abstiegskampf weiter alle Trümpfe in der Hand.

Für den nötigen Rückhalt sollen die Fans in der Hamelner Rattenfängerhalle sorgen. Ein Wechsel an die Harmsmühlenstraße wie am vergangenen Freitag gegen Rostock „war kurzfristig nicht möglich“, so Manager Dennis Melching. Gorpishin hätte nämlich „lieber zuhause gespielt, aber vielleicht kommen ja mehr Fans.“ Bei den bisherigen vier Auftritten in Hameln wurde nur im Oktober gegen Minden die 1000-Zuschauer-Marke geknackt. Vielleicht klappt das ja am Sonnabend zum zweiten Mal. Immerhin gab es in diesem Jahr 7:1-Heimpunkte und jeweils höchsten Unterhaltungswert.

pf, 24.03.2016, 20:41
Redakteure LON

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