SV Wilkenburg stürmt mit halbem Dutzend ins Pokal-Halbfinale

Wilkenburg. 

Mit einem deutlichen 6:3 (2:2)-Sieg über den TSV Kolenfeld, aktueller Tabellenzweiter der Kreisliga-Parallelstaffel 2, stürmte der SV Wilkenburg ins Halbfinale des diesjährigen "Krombacher Kreispokal"-Wettbewerbs. Dabei mussten die Platzherren zunächst erst einmal einem Rückstand hinterherlaufen, nachdem Henrik Nölke den TSV Kolenfeld in der 14. Minute mit 0:1 in Führung gebracht hatte. Der Torschütze wurde nur 22 Minuten später zum tragischen Helden, als er bei einem Abwehrversuch auf der Torlinie den Ball aus kürzester Entfernung zunächst an den Oberschenkel und dann gegen die Hand bekam. Schiedsrichter Thomas Friebel (MTV Meyenfeld) zeigte folgerichtig die Rote Karte und entschied auf Handelfmeter, den Rafael Niespor in der 37. Minute sicher zum 1:1-Ausgleich verwandelte. In der 41. Minute brachte Niklas Römgens nach Zuspiel von Dennis Ulrich mit 2:1 in Führung, doch fast im Gegenzug traf Henry Palm für die dezimierten Gäste zum 2:2-Halbzeitstand. Die Vorentscheidung fiel dann in den ersten 15 Minute der 2. Halbzeit: Marius Meister traf nach Zuspiel von Rafael Niespor in der 50. Minute zum 3:2 und nur 5 Minuten später mit fast einer Kopie dieses Spielzuges - erneut auf Zuspiel von Rafael Niespor - zum 4:2. Jannik Höpner erhöhte mit einem direkt verwandelten Freistoß genau in den Winkel in der 58. Minute auf 5:2 und erneut Marius Meister erhöhte in der 66. Minute fast von der Torauslinie sogar auf 6:2. Der eingewechselte Andreas Kopczyk betrieb mit einem direkt verwandelten Freistoß in der 88. Minute zum 6:3-Endstand noch ein wenig Ergebniskosmetik. Kurz zuvor sah auch der Wilkenburger Selami Cankurtaran nach einem Foulspiel die Rote Karte, so dass beide Teams die Partie mit zehn Spielern beenden mussten. "Die beiden Roten Karten geben sicherlich Anlass zu Diskussionen. Die Karte gegen den Kolenfelder Henrik Nölke war für uns der Schlüssel zum Sieg, obwohl sie schon eine recht harte Entscheidung war. Aus unserer Sicht hat er den Ball beim Abwehrversuch zunächst gegen den Oberschenkel und erst danach unabsichtlich gegen die Hand bekommen, andererseits durch seine Aktion ein Tor verhindert und folglich regelkonform die Rote Karte erhalten. Und unser Spieler Selami Cankurtaran ist auf dem regennassen Rasen weg- und in seinen Gegenspieler hinein gerutscht, wollte ihn aber sicherlich weder foulen noch verletzen. Aber entscheidend ist halt der Schiedsrichter und der hat es eben anders gesehen. Dennoch freuen wir uns über den Sieg und den Einzug ins Pokal-Halbfinale und sind jetzt natürlich mächtig gespannt auf unseren nächsten Gegner", hofft Pressesprecher Martin Volkwein auf ein attraktives Los in der nächsten Runde. "Überragende Akteure waren heute Jannik Höpner - nicht nur wegen seines genialen Tores - der dreifache Torschütze Marius Meister, sowie Rafael Niespor, der an fast allen Toren unseres Teams beteiligt war".  

SV Wilkenburg:

Tom Zacharek, Florian Janzhoff (ab 84. Min. Timo Rosenbusch), Henrik Focke, Ben Weitemeier (ab 75. Minute Morten Schievink), Arne Focke, Marius Meister, Niklas Römgens, Dennis Ulrich (ab 46. Minute Daniel Müller), Jannik Höpner, Selami Cankurtaran, Rafael Niespor.

TSV Kolenfeld:

Joram Sbrisny, Arwed Nass, Marcel Bock (ab 53. Min. Andreas Kopczyk), Naim Gasmi, Henry Palm, Jannik Grondey, Henrik Nölke, Meechok Janthoon (ab 38. Min. Pascal Opaczek), Niclas Kölln, Paul Petruk, Manuel Bock (ab 46. Min. Jörn Rehfeldt).

Torschützen:

0:1  Henrik Nölke              (14. Minute)

1:1  Rafael Niespor           (37. Minute, Handelfmeter)

2:1  Niklas Römgens         (41. Minute)

2:2  Henry Palm                (43. Minute)

3:2  Marius Meister           (50. Minute)

4:2  Marius Meister           (55. Minute)

5:2  Jannik Höpner           (58. Minute)

6:2  Marius Meister           (66. Minute)

6:3  Andreas Kopczyk       (88. Minute) 

Rote Karten:

Selami Cankurtaran (87. Minute, Foulspiel) - Henrik Nölke (36. Minute, Handspiel)

cms / Martin Volkwein, 03.10.2016, 14:30
Redakteure LON

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