Springes Heimserie hält auch zum Abschied

Abschied: Arek Bosy, Robert Wetzel, Jannis Fauteck und Lukas OssenkoppJakob Bormann

Springe. 

Ein bisschen tat es weh, gestern Abend den HSC Coburg feiern zu sehen. Mit ihrem 25:22 (9:11)-Sieg gegen den Erstligaaufsteiger stellten die Handballfreunde Springe gestern Abend unter Beweis, dass sie sportlich eigentlich in die zweite Liga gehören, wäre da nicht der Lizenzentzug gewesen. 24:16 Punkte in der Rückrunde, davon bärenstarke 17:1 in eigener Halle sprechen eine deutliche Sprache.

Auch im vorerst letzten Heimspiel im deutschen Unterhaus, holte die Mannschaft nochmal alles raus. 200 Fans aus Coburg hatten die Halle vor dem Anpfiff in ein Meer aus Gelb verwandelt und peitschten ihre Mannschaft stimmgewaltig nach vorne. Die Handballfreunde zeigten sich davon jedoch unbeeindruckt. 653 Zuschauer sahen zunächst eine Partie, die von den Torhütern dominiert wurde. Beide Seiten rieben sich in einem intensiven aber fairen Spiel in Zweikämpfen auf und mussten um jedes Tor hart kämpfen. Weil Robert Wetzel in seinem Abschiedsspiel mal wieder einen Sahnetag erwischte, ging Springe mit 6:4 (19.) in Führung. Ganz stark spielte Oliver Tesch am Kreis, der bis dahin drei Treffer beisteuerte. Dann nahmen die Gäste das Heft in die Hand und drehten die Partie zum 7:10 (28.).

In der Kabine fand das Springer Trainerduo wie so oft in der Rückrunde die richtigen Worte. Ihre Mannschaft kam wie verwandelt aus der Kabine und machte Druck. Mit einem Doppelschlag glich Arek Bosy zum 11:11 (32.) aus, Kapitän Jannis Fauteck ließ beim 18:17 (42.) die erste Führung nach dem Wechsel folgen. Springes Fans tobten. „Nach der Pause hat man gemerkt, dass wir auf der Tribüne zahlenmäßig in der Überzahl waren“, stellte Manager Dennis Melching zufrieden fest. Springe lief jetzt heiß, erhöhte auf 21:18 (46.) und fuhr schließlich hochverdient den siebten Heimsieg in Folge ein.  

Die Minuten nach dem Abpfiff gehörten dann den Gästen. Die Coburger Fans stürmten das Feld und feierten die Helden. Auch für die Handballfreunde wurde es nochmal emotional. Robert Wetzel (EHV Aue), Arek Bosy (zurück nach Polen), Jannis Fauteck (Eintracht Hagen) und Lukas Ossenkopp (HSV Hamburg) wurden verabschiedet.

Positiv: Linksaußen Fabian Hinz verlängerte bis 2018. Er soll einer der Architekten des Wiederaufstiegs werden.

Springe: Robert Wetzel, Mustafa Wendland; Maximilian Kolditz (1), Nils Eichenberger (1), Tim Coors (2), Arek Bosy (4), Jannis Fauteck (4), Fabian Hinz (4/3), Lukas Ossenkopp (3), Maximilian Schüttemeyer (1), Oliver Tesch (4), Pietak , Bormann, Pollex (1).

Stimmen:

Jakob Bormann (der A-Jugendliche durfte nach er Pause 10 Minuten ran): Ich habe die letzten zwei Monate mittrainiert. Am Anfang war ich etwas nervös. Aber es hat super Spaß gemacht. Es war eine tolle Erfahrung in der Mannschaft spielen zu dürfen.

Co-Trainer Slava Gorpischin: Es hat mir gut gefallen, wie die Jungs nach dem Lizenzentzug nicht nachgelassen haben. Als Tabellenletzter noch sportlich die Klasse zu halten kann man vorzeigen. Es beweist, dass man im Sport sein Schicksal immer selber in der Hand hat.

Kapitän Jannis Fauteck: Die Entscheidung zu gehen ist mir nicht leicht gefallen. Aber ich bin fertig mit dem Studium und habe immer noch Spaß Handball zu spielen. Es beginnt halt ein anderer Abschnitt.

Manager Dennis Melching: Es war eine überragende Rückrunde. Slava und Oleg haben einen tollen Job gemacht. Das war hohes Niveau.

pf, 05.06.2016, 00:26
Redakteure LON

Kommentare

Keine Kommentare

Benutzeranmeldung

Zum Kommentieren bitte anmelden
Anmelden

Kennwort vergessen?