Springe lässt es krachen und gibt die Rote Laterne ab

Die Spieler lassen es nach dem Abpiff in der Kabine krachenKapitän Jannis Fauteck führte überragend Regie

Norderstedt. 

Spätestens als Henrik Pollex und Oliver Tesch die Handballfreunde  im Zweiliga-Kellerduell bei der SG Henstedt-Ulzburg mit 17:10 (35.) in Führung brachten, war die Morbeekhalle in Norderstedt fest in Springer Hand. Während die Fans der „Frogs“ wie gelähmt das Geschehen verfolgten, machten 30 Schlachtenbummler vom Deister Bambule und durften nach 60 begeisternden Minuten einen souveränen 28:16 (14:9)-Erfolg im Kellerduell bejubeln, zugleich der ersehnte erste Auswärtssieg, mit dem Springe erstmals seit dem 31. Oktober die Rote Laterne abgab.

„Wir waren die zwölf Tore besser“, sagte Manager Dennis Melching, der im Vorfeld einen Sieg erhofft, aber nie und nimmer mit einem solchen Spiel gerechnet hatte. Den Grundstein legte einmal mehr die Abwehr mit dem starken Robert Wetzel im Tor. Überbewerten wollte Melching die Leistung nicht: „Das war kein Zweitliganiveau von Henstedt.“

Während die Gastgeber nach 2:22 Punkten die Verunsicherung anzumerken war, strotzte Springe nach vier Spielen ohne Niederlage vor Selbstvertrauen und erwischte mit dem 3:0 nach knapp vier Minuten einen Traumstart. Während die Henstedter Angriffsbemühungen im Abwehrbollwerk der Handballfreunde oder am starken Robert Wetzel im Tor hängen blieben, warteten die Gäste geduldig auf ihre Chance und setzten sich 10:5 (21.) ab. „Die Mannschaft setzt die Vorgaben der Trainer perfekt um“, freute sich Melching. Kapitän Jannis Fauteck führte klug Regie und Egal was Henstedt nach dem Seitenwechsel versuchte – Springe hatte die bessere Antwort. „Wenn man erstmal führt, spielt man lockerer“, freute sich Co-Trainer Slava Gorpishin, der übrigens gar nicht mit bekommen hatte, dass man nicht mehr Letzter ist. „Ich gucke nicht auf die Tabelle. Man soll mir am Saisonende sagen, ob es gereicht hat.“

Zumindest der Auswärtssieg war nie in Gefahr. Nach dem besten Auswärtsspiel der Saison hatte die Mannschaft das Okay von Gorpishin „zwei oder drei Bier zu trinken.“ Manager Dennis Melching richtete seine Blick unterdessen schon auf das kommende Wochenende. Da geht es an der Harmsmühlenstraße gegen das neue Schlusslicht Tabellenletzten Bayer Domagen.  

Springe: Robert Wetzel, Mustafa Wendland, Nils Eichenberger (3), Tim Coors, Arek Bosy (1), Jannis Fauteck (6), Fabian Hinz (2), Faruk Halilbegovic, Lukas Ossenkopp (5/1), Maximilian Schüttemeyer (6), Hendrik Pollex (2), Oliver Tesch (2), Pawel Pietak (1).

Stimmen:

Co-Trainer Dennis Melching: „Das war heute ein Sieg der Mannschaft mit einem starken Jannis Fauteck. Wir haben, wie bereits in den letzten Spielen, eine gute Abwehr mit einem starken Torhüter Robert Wetzel gestellt."
Co-Trainer Slava Gorpishin: „Die Mannschaft hat sich heute konsequent an die ausgegebene Marschroute gehalten. Tim Coors, der nach dem Aufwärmen über muskuläre Probleme geklagt hat, konnten wir heute schonen."
Maximilian Kolditz, verletzter Linksaußen: „Die Jungs haben sich heute als echte Einheit präsentiert. Henstedt hat keine Mittel gegen unsere starke Abwehr gefunden."
Maximilian Schüttemeyer, sechsfacher Torschütze: „Wir haben in den nächsten Wochen die Möglichkeit weitere Punkte zu sammeln. Heute wird ein bisschen gefeiert, aber ab Montag wird der Blick auf die kommende Partie gegen Dormagen gerichtet."

pf, Fotos: HF, pf, 28.02.2016, 01:09
Redakteure LON

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