Springe im Freudentaumel

Springe. 

Die Halle an der Harmsmühlenstraße glich nach dem 27:22-Sieg gegen Emsdetten einem Tollhaus. Während Spieler und Fans die ersten Punkte in der zweiten Liga feierten, verfolgte Manager Dennis Melching etwas abseits mit einem breiten Grinsen das Geschehen. „Die Jungs haben alles in die Waagschale geworfen. So können wir in der Liga bestehen.“

Trainer Sven Lakenmacher hatte seine Mannschaft unter der Woche erfolgreich eingeschworen und als wäre die bittere Pleite in Rimpar nicht gewesen, begannen die Handballfreunde wie entfesselt. Nach dem dritten Tor von Maxi Kolditz lagen die Gastgeber schnell mit 6:2 (12.) vorne. Die Abwehr ließ den Gegenspielern keinen Zentimeter Platz und dazu erwischte Torhüter Mustafa Wendland einen Sahnetag. „Ganz wichtig, dass er gleich zu Beginn zwei Bälle von außen weggenommen hat“, bekam er das verdiente Lob des Trainers.

Einziges Manko blieb die Chancenverwertung, der Trainer blieb trotzdem ruhig: „Ich hatte ein gutes Gefühl und wusste, dass wir uns den Ball heute immer wiederholen können. Nachdem Wendland bei 8:6 (23.) einen wichtigen Siebenmeter entschärfte, setzte sich Springe zur Pause auf 12:7 ab.

Mit donnerndem Applaus verabschiedeten die Fans ihre Mannschaft in die Kabine. Melching blieb trotzdem skeptisch: „Es sind erst 30 Minuten gespielt. „Obwohl der eingewechselte Maurice Herbold mit einem Dreierpack auf 16:11 (39.) erhöhte, wurde es in der Tat ein Zitterspiel. Die Führung schmolz auf 19:18 (47.) und die Gäste waren bei Überzahl in Ballbesitz. Mit purem Willen stemmten sich die Handballfreunde gegen den Ausgleich. Im Hechtsprung spitzelte Jannis Fauteck dem Gegenspieler den Ball weg und Herbold stoppte einen Gegenstoß. Hendrik Pollex und Oliver Tesch erhöhten auf 21:18 (51.) und wenig später war der Sieg unter Dach und Fach.

Springe: Wendland; Colditz (8/4), Coors (4), Bosy, Fauteck (1), Schüttemeyer, Kastening, Herbold (6), Ossenkopp (2), Pollex (3), Tesch (3).

Trainer-Stimmen:

Sven Lakenmacher (Springe): „Ich bedanke mich bei unseren Fans für die sensationelle Unterstützung. Das hat sich aufs Feld übertragen. Die Jungs haben in der Abwehr alles umgesetzt, was wir besprochen haben. Ich hoffe, dass der Sieg Kräfte freisetzt für das Spiel am nächsten Freitag gegen Henstedt.“

Daniel Kubes (Emsdetten): „Ein verdienter Sieg für Springe. Wir haben in der ersten Hälfte eine katastrophale Leistung im Angriff gezeigt. Das wurde dann besser. Leider haben wir bei 19:18 einen bigpoint nicht genutzt und eine dumme Zeitstrafe kassiert.“

pf, 20.09.2015, 00:27
Redakteure LON

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