Schützes Krawatte bringt Hemmingen auf die Siegerstraße

Martin Scholz und Hendrik Fahlbusch

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„Was für ein Spiel“, war Pressesprecher Burghard Oestreich begeistert. Das Gastspiel des SC Hemmingen-Westerfeld in der Verbandsliga Süd beim RV Kehrwieder Dinklar war ein begeisternder Kampf über mehr als viereinhalb Stunden. Zehnmal ging es in den Entscheidungsdurchgang. Folgerichtig hieß es 7:7vor den letzten beiden Spielen. Die waren nichts für schwache Nerven. Philipp Schütze hatte gegen Daniel Brinkmann große Schwierigkeiten, sich auf die langen Noppen einzustellen und lag mit 0:2 zurück. Der dritte Durchang war ein Hin und Her, aber Schütze hatte mit viel Einsatz mit 12:10 die Nase vorn und war auch zur mentalen Höchstform aufgelaufen: „Mir platzt gleich der Kragen, ich hab so eine Krawatte.“ Das setzte Kräfte frei, denn Satz vier und fünf waren eine klare Angelegenheit. Im Schlussdoppel sorgten Martin Scholz und Hendrik Fahlbusch dann in vier Sätzen für den umjubelten Siegpunkt.

„Dinklar trat allerdings ohne seine Nummer eins Tim Fricke an, was uns sicherlich begünstigt hat“, gab Oestreich zu. Hemmingen nutzte diesen Umstand, um durch zwei Doppel sowie Scholz und Fahlbusch mit 4:1 in Führung ging. Weil Claas Märtens und Guido Hehmann in fünf Sätzen verloren und Markus Schulze trotz komfortabler 2:0-Satzführung und Matchball das Nachsehen hatte, schmolz er Vorsprung auf 5:4. Fahlbusch kassierte sogar das 5:5, ehe Scholz (12:10 im fünften Satz) und Hehmann wieder auf 7:5 erhöhten. Nach den Niederlagen von Claas Märtens und Schulze wurde das Spiel endgültig zur Zitterpartie – mit dem besseren Ende für Hemmingen.#

In der Bezirksoberliga gab es für den SV Altenhagen nach dem Punktgewinn beim TV Stuhr „dieses Mal keine Überraschung“, kommentierte Kapitän Kolja Abendroth die 5:9-Niederlage beim TuS Gümmer. „Vorentscheidend war das 0:3 nach den Doppeln“, sagte Abendroth. Eric Engelhardt, Friedrich Blume, Andreas Tschöpe und Helge Rösner glichen zwar zum 4:4 aus, doch die Gastgeber behielten das Heft des Handelns in der Hand. Spätestens als Friedrich Blume – wenn er verliert, ist das schon ungewöhnlich“, so Abendroth - das 4:7 hinnehmen musste, war die Messe gelesen und der Sieg von Martin Emrich nur noch Ergebniskosmetik. Abendroth ging trotz der Niederlage schnell zur Tagesordnung über: „Das war kein Beinbruch.“

uws, 23.11.2015, 22:47
Redakteure LON

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