Paukenschlag im Derby

Ratlos? Eric Engelhardt gewann beide Spitzeneinzel.

Altenhagen. 

Unverhofft kommt oft. Nach der der bitteren 5:9-Pleite bei Aufsteiger SG Misburg hat sich der SV Altenhagen die verlorenen Punkte mit dem überraschenden 9:5-Sieg im Derby gegen den Tabellenzweiten SpVg Hüpede-Oerie zurückgeholt und wieder ins Mittelfeld der Bezirksoberliga geschoben. 

Nach fast drei Jahren in bewährter Formation „haben wir die Doppel umgestellt“, berichtete Kapitän Kolja Abendroth. Mit Erfolg: Friedrich Blume/Martin Emrich und Kolja Abendroth/Helge Rösner sorgten für die wichtige 2:1-Führung, wobei Eric Engelhardt/Andreas Tschöpe bei 2:1-Sätzen gegen Hüpdes Spitzendoppel Emrah Özlü/Fabian Beichert sogar das 3:0 auf den Schlägern hatte. Engelhardt (12:10 im fünften Satz gegen Horst Dangers) und Friedrich Blume (nach 0:2-Rückstand gegen Rudi Varga) erhöhten auf 4:1. „Da haben wir Lunte gerochen“, sagte Abendroth.

Die Hüpeder reagierten zunehmend verunsichert. Emrah Özlü gewann zwar gegen Martin Emrich, konnte aber den Lauf der Gastgeber nicht stoppen. Tschöpe, Abendroth und Engelhardt erhöhten auf 7:2. „Da sah es sogar nach 9:2 aus“, wunderte sich Altenhagens Kapitän. Hüpedes Kapitän Horst Dangers hatte sein Einzel gegen Blume nach dem vierten Satz wegen Schulterproblemen nämlich aufgegeben. Doch Helge Rösner gab gegen Emrah Colovic eine 2:0-Satzführung aus der Hand. „9:2 wäre des Guten zuviel gewesen“, so Abendroth, der wenig später den Sack zumachte, nachdem die starke Hüpeder Mitte mit Özlü und Beichert nochmal auf 5:8 verkürzt hatte.

Hüpede, das zuvor nicht über ein 8:8 gegen den TuS Bothfeld hinauskam – Emrah Özlü/Fabian Beichert vergaben im Eingangs- und im Schlussdoppel Matchbälle, wurde durch die Niederlage im Kampf um den Relegationsplatz vom Verfolgerfeld geschluckt. Anders Altenhagen. „Wir haben viel Selbstbewusstsein getankt“, jubelte Abendroth.

Am Sonnabend (16 Uhr) gegen es für Altenhagen zum starken Aufsteiger TV Stuhr. „Wir sitzen zwei Stunden im Auto und müssen erstmal unsere Glieder strecken“, nimmt Abendroth das weiteste Auswärtsspiel mit Humor. Die Favoritenrolle sieht er deshalb bei den Gastgebern. „Es müsste schon so positiv wie heute gegen Hüpede laufen, wenn wir dort punkten wollen.“ Mit dem Sieg gegen Hüpede hat sich Altenhagen in jedem Fall Respekt verschafft. Entscheidend sind im oberen Paarkreuz die Duelle gegn Stuhrs Nummer eins Klaus Krabbe und die Doppel. „Vielleicht stechen die ja auch wieder“, so Abendroth.

uw, 09.11.2015, 23:06
Redakteure LON

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