Minden ist am Ende eine Nummer zu groß

Maxi Schüttemeyer sorgte für einen Blitzstart, danach dreht Minden auf

Mínden/Springe. 

Am Ende war der Aufstiegsfavorit eine Nummer zu groß. „Mit dem Ergebnis können wir aber gut leben“, kommentierte Pressesprecher Jens Buchmeier die 25:32 (10:19)-Niederlage der Handballfreunde Springe bei GWD Minden.

Die Deisterstädter hatten selbstbewusst begonnen. Nach einer Glanzparade von Robert Wetzel markierte Maxi Schüttemeyer nach 40 Sekunden die Führung. Ganz nach dem Geschmack der 100 Schlachtenbummler in Schwarz-Weiß. Doch in der Folge diktierte GWD das Tempo und lag schnell 5:1 (4.) in Führung. Springes Fehler wurden eiskalt bestraft. Nach jedem Ballverlust ging es blitzschnell, bis die Kugel hinten wieder im Netz lag. Trotzdem hielt Springe dagegen und verkürzte durch zwei Treffer von Jannis Fauteck, Fabian Hinz und Oliver Tesch von 4:9 (12.) auf 8:10 (19.). Hätte bei vielen Würfen nicht immer wieder Mindes Keeper Kim Sonne im Weg gestanden, wäre in dieser Phase sogar mehr drin gewesen. Mindens Trainer Frank Carstens hatte genug gesehen. Nach einer Auszeit drehte seine Mannschaft auf und zog zur Pause auf 19:10 davon.

Doppelt bitter, dass in dieser Phase Kapitän Jannis Fauteck umknickte und in der 26. Minute vom Feld musste. „Ich hab irgendwas im Gelenk gehört“, so Fauteck. Da Mustafa Wendland krank war und Arek Bosy (Rückenprobleme) nicht spielen konnte, fehlten nach dem Wechsel die Alternativen. Drei schnelle Tore zum 13:19 (34.) waren ein Hoffnungsschimmer, den Minden beim 28:16 (44.) brutal zerstörte. Es spricht jedoch für die Mannschaft, dass sie sich nicht hängen ließ und das Ergebnis im Rahmen hielt. Im Hinblick auf das Torverhältnis übrigens ganz wichtig.

Springe: Robert Wetzel; Maximilian Kolditz (2/1), Nils Eichenberger, Tim Coors (1), Arek Bosy, Jannis Fauteck (4), Fabian Hinz (4/2), Lukas Ossenkopp (4), Maximilian Schüttemeyer (4), Hendrik Pollex (3), Oliver Tesch (3).

Stimmen:

Frank Carstens (Trainer GWD): „Mit den ersten 50 Minuten bin ich hochzufrieden. Wir waren sehr konzentriert. In der Schlussphase waren wir nicht mehr konsequent. Aber Springe hat auch nicht aufgeben.“

Slava Gorpishin (Co-Trainer Springe): „Minden war einfach stärker. Andererseits war unsere erste Halbzeit eine Katastrophe. Da drohte eine Niederlage mit 15 Toren. Mit der zweiten Hälfte bin ich zufrieden. Die Jungs haben sich nicht hängen lassen. Das spielfreie Wochenende ist gut für uns. Montag ist frei und ab Dienstag schauen wir dann, wer laufen kann.“

pf, 03.04.2016, 20:56
Redakteure LON

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