Melching: Die Jungs halten sich an die Vorgaben

Manager Dennis Melching und die Trainer geben die Richtung vor - die Mannschaft folgt und hat Erfolg.

Springe. 

Es war beeindruckend, welches Tempo die Handballfreunde Springe gestern im Kellerduell gegen Bayer Dormagen vorlegten. Zumindest 40 Minuten rannte die Mannschaft und fightete um jeden Zentimeter Hallenboden, als gibt es kein Morgen. „Jeder kämpft für jeden und wir treten geschlossen als Team auf“, diktierte Hendrik Pollex der schreibenden Zunft nach dem Abpfiff in die Blöcke.

Auch nach den begeisternden 60 Minuten von gestern fällt es schwer zu glauben, dass es die selben Spieler wie in der Hinrunde sind. Kreisläufer Arek Bosy lässt plötzlich die Fähigkeiten erkennen, für die man ihn 2013 vom HSV Hannover holte und Kapitän Jannis Fauteck glänzt nach einer für ihn desaströsen ersten Halbserie als Taktgeber und Torschütze.

„Die Jungs halten sich an die Vorgaben, so kann man Punkte holen“, bringt Manager Dennis Melching das Erfolgsrezept auf einen Nenner. Ist es wirklich so einfach? „In der Hinserie hatten wir kein funktionierendes System und haben stellenweise wilde Sau gespielt. Das galt auch für die Verantwortlichen“, räumt Melching ein.

Zum Jahreswechsel schienen die Deisterstädter in der 2. Liga längst abgeschlagen, jetzt ist man seit sechs Spielen ungeschlagen und das rettende Ufer ist nur noch drei Zähler entfernt. „Wir sollten aber nicht auf die Tabelle schauen, sondern nur auf den nächsten Gegner“, mahnt Melching.

Bisher der richtige Weg, ebenso wie die Verpflichtung des neuen Trainer Oleg Kuleschow. „Allein seine Anwesenheit macht sich positiv in den Köpfen bemerkbar“, glaubt Jörg Beckmann vom Handballportal zweitewelle. „Die Spieler glauben an sein System.“ Das Selbstvertrauen scheint inzwischen unerschütterlich. So rettete Springe in Nordhorn und gegen Rimpar in letzter Sekunde das Unentschieden. Spiele, die vor Weihnachten noch verloren gegangen wären.

Zum absoluten Prunkstück entwickelte sich die Abwehr, die seit Jahresbeginn nur 22,5 Gegentore im Schnitt zulässt. Ein absoluter Topwert und für Co-Trainer Slava Gorpishin der Schlüssel zum Erfolg. „Du kannst vorne immer einen Ball verwerfen. Aber wenn du hinten gut stehst, bekommst du immer die nächste Chance, ein Tor zu werfen.“

Ganz wichtig sind zudem die Fans. Deshalb wurde die in Hameln geplante Partie gegen Rostock am 18. März an die Harmsmühlenstraße verlegt. „Die Punkte einfach wichtiger. Gerade in solch bedeutenden Spielen brauchen wir die Halle und hier ist die Atmosphäre einfach besser“, sagt Melching.

pf, 06.03.2016, 18:28
Redakteure LON

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