Lakenmacher: "Ich übernehme die Verantwortung"

Slava Gorpishin und Sven Lakenmacher (von links).

Springe. 

Sven Lakenmacher wirkte am Tag nach seiner Beurlaubung als Trainer des Zweitligaletzten Handballfreunde Springe überraschend aufgeräumt. "So ist das Geschäft. Ich hege keinen Groll. Ich hatte eine schöne Zeit in Springe" sagt er. Vermutlich ahnte der 44-Jährige schon am Sonnabend nach der 25:32-Pleite gegen Saarlouis, dass seine Tage gezählt sind. Jedenfalls forderte er Anfang der Woche "eine klare Positionierung der Managements".

Es überrascht allerdings, dass der Aufsichtsrat mit Club-Vize Matthias Herbst, Hauptsponsor Peter Othmer und Manager Dennis Melching noch vor Weihnachten reagiert, zumal die Nachfolge offen ist. Melching ließ allerdings durchblicken, dass es "Signale aus der Mannschaft gab, dass es so nicht weitergeht." Die desolate Vorstellung gegen Saarlouis, als die Spieler in der zweiten Halbzeit nahezu wehrlos die Niederlage hinnahmen, dürfte der berühmte Tropfen gewesen sein, der dass Fass zum überlaufen brachte. "Ich übernehme die Verantwortung, weil ich der Trainer bin", sagte Lakenmacher nach dem Spiel.

Die erste Kraftprobe Anfang Oktober hatte er noch überstanden. Nach L.ON-Informationen hatte sich der sportliche Leiter Friedrich Kastening damals nach einem 2:12-Punkte-Start für die Entlassung des Trainers ausgesprochen. Der Aufsichtsrat stellte sich hinter Lakenmacher und Kastening nahm "aus beruflichen Gründen" seinen Hut. Aufgrund der anhaltenden sportlichen Talfahrt griffen jetzt die üblichen Mechanismen. Sollte der Trainer für die Mannschaft ein Alibi gewesen sein, gibt es das nun nicht mehr. Es muss jetzt eine Reaktion folgen. Doch selbst wenn eine Leistungssteigerung gelingt, dürfte es in den verbleibenden Spielen bis zum Jahresende am Sonnabend in Coburg, in Wilhelmshaven und Friesenheim jedoch kaum noch Punkte geben.

uw, 17.12.2015, 16:33
Redakteure LON

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