Setzt Springe seinen Lauf auch in Minden fort?

Springe muss am Sonntag aggressiv in der Abwehr zupacken, wie hier Hendrik Pollex im Hinspiel gegen Dalibor Doder. Rechts Oliver Tesch.

Springe. 

Für Springes Abwehrchef Oliver Tesch ist es am Sonntag (17 Uhr) in Minden ein echtes Heimspiel. Der 31-jährige spielte von 2012 bis 2014 in der ersten Liga in Minden und wohnt nur vier Kilometer von der Kampa-Halle entfernt. „Ich fahre Sonntag mit dem Rad zum Spiel“, sagt Tesch.

Obwohl die Rollen für Tesch beim Blick auf die Tabelle klar verteilt sind – Minden ist Dritter, die Handballfreunde stehen noch auf einem Abstiegsplatz – macht die Formkurve den Gäste vom Deister Hoffnung. In der Rückrundentabelle liegt Springe nämlich vor der Mannschaft des ehemaligen Recken-Coaches Frank Carstens.

„Die haben im Moment ihre Probleme“, weiß Tesch. Nach einem guten Start in die Rückrunde konnte GWD aus den letzten sechs Partien nur vier Zähler holen. Zu wenig für die Ansprüche des Erstligaabsteigers, der unbedingt zurück ins Oberhaus möchte. Springe kann das Spiel dagegen locker angehen. „Wir haben keinen Druck“, sagt Tesch, der zumindest unter den Mindener Fans eine gewisse Skepsis ausgemacht hat. „Wenn man die nach der Niederlage in Emsdetten morgens beim Bäcker getroffen hat, gibt es durchaus Zweifel, uns zu schlagen“, sagt Tesch. Deshalb rechnet er sich etwas aus: „Wenn wir wieder eine gute Abwehr stellen und im Angriff die leichten Fehler vermeiden. Das Spiel soll jedenfalls keine Kaffeefahrt werden.“

Beim knappen 30:32 im Hinspiel – für Manager Dennis Melching eines der besten Spiele der Saison – zeigte Springe, wie dem Aufstiegsfavoriten beizukommen ist. Deshalb ist Oliver Tesch überzeugt: „Die werden uns auf keinen Fall unterschätzen.“

Eine große Hilfe könnten deshalb wieder die Fans sein. Nur etwa 60 Kilometer liegen zwischen Springe und Minden. „Bei uns waren im Hinspiel 300 Zuschauer aus Minden. Umgekehrt wäre das super“, hofft Co-Trainer Slava Gorpishin auf lautstarke Unterstützung.“ Ihm schmeckt dagegen überhaupt nicht, dass Minden Ostern in Emsdetten verlor: „Die werden mit dem Baseballschläger auf uns losgehen.“ Wenn es gelingt, wieder eine aggressive Abwehr zu stellen, ist Gorpishin trotzdem sicher, „dass es bis zum Ende eng bleibt.“

Etwas enger könnte es auch wieder auf der Springer Auswechselbank werden. Während die Saison für Faruk Halilbegovic (Meniskusriss) wie berichtet gelaufen ist, könnte es zu einem kurzfristigen Comeback von Pawel Pietak und Maximilian Kolditz kommen.

In jedem Fall verspricht Gorpishin einen kämpferischen Auftritt seiner Mannschaft: „Am kommenden Wochenende ist spielfrei. Da werden wir nochmal alles reinhauen.“

 

 

pf, Foto: sl, 30.03.2016, 21:39
Redakteure LON

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