Kai Häfner rettet die Recken

Kai Häfner rettete den Recken in letzter Sekunde noch den Punkt

Hannover. 

Nach einem dramatischen Spiel trennte sich die TSV Hannover-Burgdorf heute Abend leistungsgerecht mit 31:31 (16:16) vom den SC Magdeburg und blieb auch im siebten Spiel in Folge ungeschlagen.

Obwohl Europameister Kai Häfner vor 4100 Fans in der ausverkauften Swiss-Life-Hall erst zwei Sekunden vor Schluss das Remis rettete, war es ein verschenkter Sieg. Die gesamte Spielzeit über lagen die Recken mehrfach mit vier Toren in Front, zeigten in der Schlussphase aber Nerven. Beim Stand von 30:28 (57.) wurden in Überzahl geradezu fahrlässig zweimal der Ball vertändelt, so dass Magdeburg in einem von beidseitigen Abwehrschwächen geprägten Spiel eine Minute vor dem Ende durch den Siebenmeter von Robert Weber 31:30 in Führung ging.

Dabei fand Hannover perfekt ins Spiel, war griffig und wach in der Abwehr und zielstrebig zum Tor und führte folgerichtig mit 8:3 (11.). Magdeburgs Trainer Bennet Wiegert nahm seine erste Auszeit. Die zeigte Wirkung.  Aufgrund der Verletzungen von Morten Olsen und Szaba Szücs nur mit vier Rückraumspielern besetzt, schwanden den Recken nach 20 Minuten die Kräfte. Die Würfe wurden schlechter. Auf der anderen Seite war der Däne Michael Damgaard nicht zu stoppen. Mit allein neun seiner elf Treffer in der ersten Hälfte führte er den SCM zum 16:16-Pausenstand.

Nach dem Wechsel dasselbe Bild. Hannover legte vor und schien beim 27:23 (47.) auf der Siegerstraße. Doch wieder riss der Faden. Als der Pass von Mait Patrail nach 58:30 beim Stand von 30:30 nicht an den Kreis zu Erik Schmidt brachte, stellten die Gäste das Spiel im Gegenzug durch Robert Weber auf den Kopf.

17 Sekunden vor dem Ende nahm Recken-Trainer Jens Bürkle seine letzte Auszeit. Fünf Sekunden vor dem Ende nahm sich Kai Häfner den Ball und versenkte ihn flach im Kasten von Jannick Green. Der Europameister hatte im entscheidenden Moment wieder zugeschlagen und seiner Mannschaft einen verdienten Punkt gesichert.

Jens Bürkle (Trainer Burgdorf): „Wir haben eine sehr lange Phase Kontrolle über das Spiel gehabt. Zur Ende jeder Halbzeit ist uns die Kraft ausgegangen. Wir haben 2-3 Big Points liegenlassen, sonst wären wir als Sieger vom Feld gegangen. In der ersten Halbzeit schießen wir fünf Kontertore, in der zweiten Halbzeit nur noch eins. Das macht den Unterschied aus. Wir sind zufrieden, dass wir noch einen Punkt geholt zu haben.

Bennet Wiegert (Trainer SCM): „Meine Mannschaft war sehr niedergehschlagen in der Kabine. Das war kein verlorener Punkt. Eine ganz schlechte Phase hatten wir anfangs der ersten Hälfte, kämpfen uns aber phänomenal zurück. Nach der Halbzeit waren wir klar auf Sieg eingestellt und sind dann doch wieder hinterhergelaufen. Wenn man den Spielverlauf sieht können wir mit dem Punkt ganz gut leben. Kämpferisch war das ein gerechtes Unentschieden.

Hannover-Burgdorf: Ziemer, Semisch, Patrail 5, Hykkerud 2, Häfner 7, Karason 7 (2/2), Dräger Y., Schmidt 1, Hinz, Pollex, Christophersen 3, Kastening 1, Mortensen 5(2/1)

SC Magdeburg: Green, Quenstedt, Musa, Rojewski, Bagersted 2, Grafenhorst 6, Haaß, Bezjak, Weber 8 (3/3), Somann, Schöngarth, Damgaard 11, Zelenovic 4, Lemke.

uw/DJ, Fotos: uw, 17.02.2016, 23:17
Redakteure LON

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