Handballfreunde zahlen Lehrgeld

Marius Kastening trifft zum 1:0 - da ist Springes Welt noch in Ordnung.

Springe. 

Springes Kapitän Jannis Fauteck wirkte nach der 27:31-Pleite zum Zweitligastart gegen Wilhelmshaven ratlos: „Wir hatten uns das anders vorgestellt. Ich weiß nicht, ob wir nervös waren, aber wir waren zu unentschlossen.“

Die Handballfreunde hatten sich nach ihrer starken Vorbereitung viel vorgenommen und gingen durch Marius Kastening und Maxi Kolditz mit 1:0 (3.) und 2:1 (4.) in Führung. Doch ähnlich wie in den beiden Drittligaduellen in der vergangenen Saison, übernahmen die Gäste das Kommando und drehten das Spiel zum 8:3 (12.). Es folgte die stärkste Phase der Hausherren, die jäh unterbrochen wurde durch die Rote Karte gegen Lukas Ossenkopp (20.). Ebenso strittig, wie viele Pfiffe der Unparteiischen in Durchgang eins. „Die haben sich zu viel ins Spiel eingemischt“, befand Lakenmacher. Sei´s drum – seine Spieler rieben sich fortan mit zu vielen Nebenkriegsschauplätzen auf. „Und wenn du dann deine Chancen vergibst, gehst du mit einem Rückstand in die Pause“, sagte Lakenmacher.

Auch den Start in Durchgang zwei verschlief seine Mannschaft – 11:16 (33.), drehte dann aber auf. Bei 16:18 (46.) schien das Spiel zu kippen. Trotz Überzahl brachten sich die Handballfreunde aber mit dummen Fehlern um den Lohn. Die Gäste indes eiskalt und machten mit vier Toren in drei Minuten zum 16:22 (46.) alles klar. Zu hören war danach nur noch die kleine Gruppe der Wilhelmshavener Fans, die schon lange vor dem Abpfiff „Auswärtssieg, Auswärtssieg“ anstimmte.“

„Es fehlte die Durchschlagkraft im Angriff und die Ballstaffetten waren nicht sauber“, nannte der sportliche Leiter Friedrich Kastening die Ursachen der Niederlage, die nur 573 Zuschauer sahen. „Es sind Ferien“, so Kastening.

Positiv stimmt die Moral der Mannschaft, die sich in der Schlussphase gegen das drohende Debakel stemmte, von 19:28 (53.) auf 26:30 (58.) verkürzte und sogar noch zwei dicke Chancen vergab.

Springe: Wetzel, Wendland; Colditz (7/2), Eichenberger (3), Coors (2), Bosy (2), Fauteck, Schüttemeyer (2), Pietak, Kastening (3), Herbold (2), Ossenkopp (1), Pollex (2), Tesch (4).

Trainer-Stimmen:

Sven Lakenmacher (Springe): „Ein absolut verdienter Sieg von Wilhelmshaven. Sie haben ein starkes Spiel gemacht, das muss man anerkennen. Uns hat heute die Leichtigkeit gefehlt. Wir haben zu viele Fehler gemacht und unsere 3:2:1-Deckung hat nicht gezogen. Wichtig ist, dass wir den Kopf oben behalten, dann wird meine Mannschaft nächste Woche in Ferndorf um beide Punkte kämpfen.“

Christian Köhrmann (WHV): „Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Unglaublich, was wir auf die Platte gebracht haben. Aber es war ein enger Kampf und das Spiel hätte keine fünf Minuten länger dauern, sonst hätte uns Springe überlaufen.“

 

 

pf, 23.08.2015, 00:42
Redakteure LON

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