Handballfreunde wachen erst nach 40 Minuten auf

Jannis FauteckMarius Kastening und Tim Coors (rechts)Trainer Sven LakenmacherLukas Ossenkopp

Hameln. 

Auch beim dritten Auftritt in der Hamelner Rattenfängerhalle ist Springe am Freitag leer ausgegangen. Vor 614 Zuschauern kassierten die Handballfreunde eine 23:27 (10:15)-Niederlage gegen den ASV Hamm. Die schmeckte Manager Dennis Melching überhaupt nicht. „Wir haben erst ab der 40. Minute vernünftig Handball gespielt. Die Einstellung und der Kampf waren des Abstiegskampfes nicht würdig“, übte Melching scharfe Kritik an der Leistung seiner Mannschaft.

Nach dem Sieg gegen Bietigheim vor 14 Tagen und zwei guten Trainingswochen war der Optimismus groß auf einen weiteren Heimerfolg. „Plangemäß“ ging Springe nach 59 Sekunden durch Maxi Kolditz in Führung. Danach dominierte Hamm. Arek Bosy und Kapitän Jannis Fauteck verkürzten zwar nochmal auf 4:5 (9.), doch bis zur 22. Minute zog die drittbeste Auswärtsmannschaft der zweiten Liga auf 11:5 davon. Bis zum Seitenwechsel hielten die Hausherren den Rückstand danach in Grenzen, doch auch weil der zuletzt überragende Robert Wetzel im Tor kaum einen Ball zu fassen bekam, war die Partie beim 12:20 (36.) praktisch entschieden.

Lakenmacher reagierte und brachte Mustafa Wendland. Plötzlich ging ein Ruck durch die Mannschaft. Es dauerte jedoch bis zur 49. Minute, ehe sich Springe belohnte und durch Faruk Halilbegovic, Tim Coors, Pawel Pietak (2) und Fabian Hinz auf 22:24 (55.) verkürzte. Als Wendland im nächsten Angriff gegen Marian Orlowski auf dem Posten war, schienen die Handballfreunde ein verlorenes Spiel aus dem Feuer reißen zu können. Nach einem technischen Fehler von Halilbegovic und dem 22:25 (57.) durch Jan Brosch waren die Hoffnungen jedoch dahin und Hamm entführte einen verdienten Sieg.

Melchings Schlussworte lassen ungemütliche Tage vermuten: „Jetzt sind die Mannschaft und der Trainer in der Pflicht.“ 

Springe: Robert Wetzel, Mustafa Wendland, Pawel Pietak (3), Maximilian Kolditz (5/4), Marius Kastening, Oliver Tesch (1), Jannis Fauteck (3), Fabian Hinz (2), Faruk Halilbegovic (3), Lukas Ossenkopp, Tim Coors (3) und Arek Bosy (3), Schüttemeyer.

pf, 05.12.2015, 01:13
Redakteure LON

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