Handballfreunde gewinnen "ein irres Spiel" und klettern auf Platz 18

Oliver Tesch

Hagen. 

Etwa 100 mitgereiste Schlachtenbummler aus Springe, darunter der neue Jugend-Fanclub „Black white unity“ verwandelten die Tribüne der Enervie Arena heute Abend in ein schwarz-weißes Meer aus Fahnen und Luftballons – und feierten ihre Handballfreunde. Die machten mit dem 28:24 (12:14)-Sieg im Kellerduell in Hagen einen weiteren Schritt zum Klassenerhalt in der zweiten Liga. „Wahnsinn. Die Fans haben uns super angefeuert und einen großen Anteil am Sieg“, bedankte sich Rechtsaußen Nils Eichberger.   

„Es war ein irres Spiel“, sagte Pressesprecher Jens Buchmeier, der in der 39. Minute nicht mehr an einen Erfolg geglaubt hatte, nachdem Dragan Tubic zum 18:14 für Hagen traf. Springe nahm eine Auszeit, in der Manager Dennis Melching laut wurde. Die Worte zeigten Wirkung. „Die Mannschaft hat sich dann ein Herz gefasst“, so Melching. Dazu wurde Torhüter Robert Wetzel, der in der ersten Hälfte kaum einen Ball zu fassen bekam, zum Turm in der Springer Abwehrmauer, die in der Folge fast 15 Minuten nicht zu durchbrechen war.

Abwehrchef Oliver Tesch nutzte zunächst die Ballgewinne und warf seine Sieben mit vier Toren 19:18 (44.) in Führung. Während Hagen jetzt moralisch zusammenbrach, spielte sich Springe dank der fantastischen Unterstützung von der Rängen - 100 Fans aus Springe übertönten knapp 1000 Hagener - in einen Rausch und zog auf 24:18 (53.) davon.

Dabei war vor der Pause bei den Deisterstädtern wenig zusammen gelaufen. Kapitän Jannis Fauteck, der seine starke Leistung mit dem Treffer zum Endstand krönte, traf zwar nach 59 Sekunden zum 1:0, in der Folge diktierten aber die Gastgeber das Geschehen. „Wir hatten vor der Pause keine Abwehrleistung und die Torhüter haben kaum etwas gehalten“, kritisierte Melching. Nils Eichenberger glich nochmal zum 5:5 (12.) aus, doch Hagen enteilte auf 14:11 (29.). Nach der Pause zunächst das selbe Bild, aber „die Mannschaft hat auch nach dem Rückstand nicht den Kopf verloren und das System weitergespielt“, erklärte Interimstrainer Slava Gorspishin die dramatische Wende.

Für die Fans wurde es eine feucht fröhliche Rückfahrt, die erst im „Mensch Meier“ endete…

Springe: Robert Wetzel, Mustafa Wendland, Nils Eichenberger (4), Tim Coors (4), Arek Bosy, Jannis Fauteck (6), Fabian Hinz (6/3), Faruk Halilbegovic, Lukas Ossenkopp, Maximilian Schüttemeyer (3), Hendrik Pollex, Oliver Tesch (5), Pawel Pietak.

pf, 11.03.2016, 23:25
Redakteure LON

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